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Zwölf Krimlinden für Utting

Fridays-for-future ganz praktisch: Schüler pflanzen Bäume im Summerpark

Bürgermeister Josef Lutzenberger hob besonders hervor, dass alle Schüler sich freiwillig für dieses ganz praktische Fridays-for-future-Projekt am unterrichtsfreien Freitagnachmittag gemeldet hätten. 28 Kinder und Jugendliche waren zum Bäume pflanzen gekommen. Mit 16 Kindern der Kombiklasse der Grundschule Utting waren die Erst- und Zweitklässler am meisten vertreten. „Ich habe den Kindern erklärt, wie wichtig Bäume für die Umwelt sind, und da waren sie gleich begeistert“, berichtete Lehrerin Marion Schwab. Dass die Realschule in Dießen weniger stark vertreten war lag daran, dass die Zehntklässlerinnen, die eigentlich an dem Umweltprojekt teilnehmen, zeitgleich Tanzkurs hatten. Jedoch hatten sich Neuntklässlerinnen spontan bereit erklärt, berichtete Schulleiterin Theresa Wilhelm. Sechs junge Männer der Knabenrealschule in Schondorf hielten das Geschehen per Film fest oder legten bei den kraftfordernden Arbeiten Hand an. Vom ASG waren sechs Schülerinnen der Klassen acht bis elf, engagiert auch in der Arbeitsgemeinschaft Eco2logen mit Lehrerin Bettina Senger sowie Schulleiter Alfred Lippl gekommen.

Mitarbeiter des Bauhofs hatten bereits die Pflanzlöcher ausgehoben und Pflanzerde bereitgestellt, Feuerwehrkommandant Florian Hoffmann sorgte für Gießwasser aus dem Feuerwehrschlauch. Dennoch gab es noch viel zu tun, und damit die Klimaretter auch lernen, wie man Bäume richtig pflanzt, erklärte Steffen Pfau Schritt für Schritt. Die Grassoden dürfen nicht ins Pflanzloch, sonst modert es dort. Mit einer Pfahlramme lassen sich Pflöcke zum Anbinden der Bäume viel leichter in die Erde schlagen. Und das Netz, das den Ballen zusammenhält, muss weggezwickt werden.

„Das krieg ich hin“, sagte ein Zweitklässler selbstbewusst dazu. Dass Bäume aus der Baumschule kommen, sorgte bei den Kleinen für ein erstauntes „Häääh?“. Viele kleine Hände waren notwendig, um den schweren Sack mit Pflanzerde in das Loch zu kippen. „Das sieht aus wie Schokoladenpudding“, freute sich ein Mädchen, als der kräftige Wasserstrahl Erde in Matsche verwandelte. Mit großem Eifer waren alle Schüler dabei, trotz der feucht-kalten Witterung. So konnten sich auch die Sponsoren, 3000 Euro kamen von der Sparkassen-Stiftung, 2000 vom Klimafond der ESB Erdgas Südbayern, sowie der Rathauschef davon überzeugen, dass das Geld gut angelegt und die Aktion gelungen war. Durch die Sponsorengelder seien die Linden komplett finanziert worden. Die Gemeinde übernehme die Pflege, erklärte Lutzenberger.

Von Dagmar Kübler

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