Unabhängiges Heimatblatt für die Ammerseeregion
Kultur

Zimmer, Ferner, Jastram, Timmermanns

Mit berühmten zeitgenössischen Künstlern eröffnete der Galerieverein seine Ausstellungsräume in der Zederpassage in Landsberg

Voriges Jahr gegründet und von der Eigentümerin, der Stiftung Zukunft Mensch, sowohl finanziell wie auch mental unterstützt, hat der Verein eine spannende Ausstellungsmeile geschaffen. Sie ist als feste Galerie eine Bereicherung von Landsberg. Oberbürgermeister Mathias Neuner hat es in seinem Grußwort angedeutet: Es ist nicht einfach, eine passende Nutzung für ein solches Objekt zu finden. Allerdings hat die Eigentümerin der Passage nun mit dem Landratsamt Landsberg sowie OB Neuner einen hervorragenden Mieter gefunden.

Die Zederpassage hat ein Farbkonzept von hellen Gelbtönen, das die einzelnen „Boxen“ gut miteinander verbindet. Die Ausstellungsfenster, wenn man vom Hauptplatz kommt, haben einen einheitlichen schwarzen Metallrahmen bekommen. Was noch fehlt, ist ein Hinweisschild auf die Kunstmeile am Hauptplatz. Aber nun präsentiert sich der Durchgang als ein in sich geschlossener Ausstellungsraum, der zum Schauen, Staunen und Innehalten einlädt.

Gleich vier herausragende zeitgenössische Künstler haben Werke zur Eröffnung zur Verfügung gestellt. Der Titel der Bilderschau lautet „Good Vibrations“.

Allen voran steht der Pollinger Bernd Zimmer, dessen Werke das Bundeskanzleramt in Berlin zieren. Mit ihm stellen aus: Michael Jastram aus Berlin, Gotlind Timmermanns aus München und Harald Ferner, der ebenfalls in München lebt und arbeitet. Mit den Arbeiten dieser Meistermaler katapultiert sich nun der Galerieverein in die erste Reihe von Galerien im süddeutschen Raum.

Von Bernd Zimmer sind mehrere Holzdrucke zu sehen und einige großformatige Bilder, die wie ein Blick ins Weltall wirken. Zimmers Interesse an Astronomie und Physik führte schon im Jahr 1998 zu seinen Cosmos-Bildern. Diese wurden vor über 12 Jahren bereits umfassend in der Kunsthalle Mannheim ausgestellt. Michael Jastram schafft mit seinen Bronzeskulpturen archaisch anmutende Gestalten, die einen in ihren Bann ziehen.

Ein besonders aufregendes Werk in der Zederpassage stammt aus der Hand von Harald Ferner. Ein großformatiges Gemälde, übersät mit schräg verlaufenden Strichen in einer hitzigen Farbigkeit. Zum Teil sind Ferners Bilder das Produkt jahrelanger Malprozesse. Wichtig ist hier wie bei allen anderen Bildern auch, sie mit eigenen Augen gesehen zu haben.

Gotlind Timmermanns Arbeiten haben anscheinend einen leichten Duktus, aber überzeugen mit ihren kräftigen Farben.

Von Alois Kramer

weitere Artikel