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Volker Bippus liebäugelt mit Kandidatur

UBV-Chef hat sich aber noch nicht entschieden, ob er in Dießen Bürgermeister werden möchte

Bippus ist zuversichtlich, 24 Kandidaten für die Liste zu finden. Das sei auch zu den Wahlen in den Jahren 2002, 2008 und 2014 gelungen. Auf Landkreisebene würde er gerne die Zusammenarbeit mit den UBV-Ortsverbänden in Kaufering, Igling und Landsberg intensivieren. In Igling wird ebenfalls im Herbst nominiert. Zudem erinnerte er daran, dass es mit Rudi Gleißl 1996 schon einmal einen UBV-Bewerber für das Bürgermeisteramt gegeben habe. Sich selbst als „gestandenen Mitfünfziger mit langjähriger kommunalpolitischer Erfahrung“ könne er sich als sinnvolle Ergänzung auf der Liste der Bürgermeisterkandidaten vorstellen.

Seiner Ansicht nach müsse ein Bürgermeister nicht unbedingt aus der Verwaltung kommen. Wichtig sei vielmehr, dass ihm eine fähige Verwaltung zur Seite stehe. Andererseits, so Bippus, liebe er seinen Beruf als Lehrer sehr, und es sei ihm ein Anliegen, wichtige Aufgaben als 1. Vorsitzender des MTV und als vielfach engagiertes Mitglied der katholischen Kirchengemeinde zu Ende zu bringen, bevor er sich auf eine Kandidatur festlege.

Zu den zentralen Themen der UBV-Mitgliederversammlung gehört deshalb fürs erste die Entwicklung der Marktgemeinde zu einer fahrradfreundlichen Gemeinde. Ein Fahrradstreifen entlang der Lachener Straße sei zwar prima, aber längst nicht ausreichend, so der Tenor. „In Zeiten des E-Bikes wird auch Dießen zur Scheibe“, sagte Rudi Gleißl. Und damit sei es durchaus möglich, auch aus höhergelegenen, westlichen Ortsteilen wie Wengen, St. Georgen oder Dettenhofen mit dem Fahrrad zum Einkaufen oder zum Bahnhof zu fahren. Deshalb erschien es allen Anwesenden wichtig, die Gemeinde auch in Ostwestrichtung fahrradtauglich zu machen. Die UBV kann sich gut vorstellen, den Erwerb von E-Bikes aus dem Gemeindeetat zu bezuschussen.

Ein Dorn im Auge ist den Mitgliedern der Hohl- und Bringverkehr zur Carl-Orff-Schule. Morgens bilde sich deshalb regelmäßig ein Rückstau bis in die Hofmark. Eine abschreckende Wirkung auf Mama-Taxis verspricht sich die UBV von einem ausgedehnten, konsequenten Halteverbot vor der Schule.

Positiv sieht die UBV die Umwidmung der Strandbäder St. Alban und Riederau zu frei zugänglichen Freizeitflächen. Auch die Schüler des Ammersee-Gymnasiums hätten diesen Freiraum bereits für sich entdeckt, um hier in erholsamer Atmosphäre ihre Freistunden und die Mittagspause zu verbringen. Allerdings sollten die Parkplätze dort schnellstmöglich gebührenpflichtig werden, um mit den Einnahmen Infrastrukturmaßnahmen zugunsten des Radverkehrs zu finanzieren.

Bemängelt wurde der schlechte Zustand der Von-Eichendorff-Straße, der Radfahrern und Fußgängern einen Zickzackkurs um Schlaglöcher, parkende Autos und überhängende Hecken abverlange. Angetan zeigte man sich dagegen vom Bau der neuen Sozialwohnungen an der Von-Eichendorff-Straße. Weitere Sozialwohnungen, zum Beispiel auf dem Areal des ehemaligen Gasthofs „Drei Rosen“, seien dringend notwendig. (una)

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