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Kultur

Tolle Chance für Chöre

Wer möchte mit den Münchner Symphonikern beim Orff-Festival auftreten?

Zum 125. Geburtstag des Dießener Komponisten Carl Orff im kommenden Jahr hat man sich im Rahmen des „Orff Festivals Andechs Ammersee“ ein besonderes Highlight ausgedacht: In der knapp zehntausend Besucher fassenden Arena von Schloss Kaltenberg wird „Carmina Burana Cavallo“ aufgeführt - als Synthese des meist gespielten klassischen Musikwerkes und einem Reiterspektakel auf höchstem Niveau.

Großartige Reiterinnen und Reiter zeigen am 8. August in traditionellen Kostümen hohe Schule, Quadriglien, Pirouetten und Kapriolen. Klassische Dressur in höchster Vollendung und die weltbekannten Klänge der „Carmina Burana“ versprechen einen noch nie dagewesenen Seh- und Hörgenuss. Das garantieren die Münchner Symphoniker, das Mendelssohn-Vocalensemble, der Tölzer Knabenchor und die Band „Dreiviertelblut“. Wenn die siebenköpfige Band um den Bananafishbones-Sänger Sebastian Horn und die Symphoniker vereint musizieren, kommt ganz sicher viel mehr heraus als nur ein „Pop-meets-Klassik“. Das Kaltenberg-Spektakel findet unter der Leitung des französischen Stardirigenten Olivier Tardy statt.

Wie Florian Zwipf-Zaharia, Veranstalter des Orff-Festivals auf einem Medien-Empfang mitteilte, widmet sich das Geburtstagsprogramm zwischen dem 16. Juli und 9. August den großen zentralen Werken des populären Komponisten. Kein geringerer als Bernd Sibler, der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, hat dafür die Schirmherrschaft übernommen. „Die Bernauerin“ kommt gleich fünfmal in szenischer Form im Florian-Stadel des Klosters Andechs zur Aufführung.

Darüber hinaus steht ein Tanzabend mit dem Junior-Ballett der Heinz-Bosl-Stiftung auf dem Programm mit Beethoven, Piazolla und natürlich Orffs „Tanz der Faune“ (18. und 19. Juli). Beim „Tag mit Ludwig van B. und Carl O.“ am 26. Juli wird das ganze Kloster Andechs in Beschlag genommen. Kammermusiker, Sänger und sogar der Kabarettist Andreas Rebers machen von 14 bis 20 Uhr Programm, das die Besucher im ganzen oder in Häppchen genießen können. Der 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven ist auch Anlass für ein musikalisches Orff-Beethoven Dinner-Konzert im Hotel Kaiserin Elisabeth in Feldafing am Starnberger See (7. August).

Zur Einstimmung auf das Orff-Festival kommt bereits am 23. Mai im Florian-Stadl des Klosters Andechs Carl Orffs letztes szenisches Werk „De temporum fine comoedia“„ zur Aufführung. Als Kooperation mit der Musikhochschule Nürnberg und dem renommierten Hanns-Sachs-Chor unter der Leitung von Michael Langer. Von der Uraufführung des Werkes 1973 bei den Salzburger Festspielen unter Karajan schwärte bei der Medien-Konferenz Professor Wilfried Hiller, Orff-Schüler, Komponist und künstlerischer Leiter der Carl Orff-Stiftung. Er hat seinerzeit bei der Vollendung des „Werkes ohne Handlung“ mitgewirkt, da Carl Orff bereits erkrankt war.

Von Quirin Gutbier

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