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Teresa hat einen prominenten Ehrenpaten

Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier übernimmt Amt für 7. Kind von Pähler Familie Flinspach

Die Ehrenpatenschaft hat dabei in erster Linie symbolischen Charakter und soll die besondere Bedeutung und Wertschätzung von kinderreichen Familien für das Gemeinwesen unterstreichen. Seit 1949 übernehmen die Bundespräsidenten auf Wunsch der Eltern die Ehrenpatenschaft für das siebte Kind einer Familie. Dass das nicht so häufig vorkommt, liegt auf der Hand. Im Jahr 2018 waren es bundesweit 541 Kinder, denen diese Ehre zuteil wurde.

Die Eltern von Teresa, Daniela (31) und Andreas (39) Flinspach, freuen sich über die Ehre und über die Finanzspritze, die sie an Pfingsten für einen Familienurlaub im Centerpark im Saarland verwendeten. Alle durften mitfahren – neben der kleinen Teresa auch Katharina (9 Jahre), Korbinian (8), Elisabeth (7), Alexandra (4), Christina (3) und Moritz (1).

Teresa ist an Silvester geboren und war eine Hausgeburt, erzählt die Mutter. Alle anderen Kinder sind im Weilheimer Krankenhaus zur Welt gekommen, wo es nun keine Geburtsstation mehr gibt. Wie es mit der Familienplanung weitergeht, möchte der Ammersee Kurier wissen. „Jetzt ist Schluss“, antworten beide amüsiert. Das mit der Großfamilie habe sich „so ergeben“, schmunzeln die Eheleute. Das Haus werde langsam zu klein und am Esstisch sei es bereits eng. Doch der Schreinermeister und die gelernte Krankenschwester sehen’s gelassen. Wenn ihre Töchter und Söhne Freunde zu Gast haben sind häufig noch mehr Kinder im Haus. Doch es gibt auch ruhigere Zeiten, wenn die älteren Kinder unterwegs sind – der Korbinian beim Fußball, Elisabeth beim Tanzen und Katharina beim Ministrieren. Sie sind ein eingespieltes Team. Die Großen helfen den Kleinen und unterstützen die Mutter bei der Hausarbeit und der Versorgung der jüngeren Geschwister. Einmal wöchentlich legt eine Haushaltshilfe Hand an. „Im Sommer ist alles leichter“, lacht Daniela Flinspach. Da hat man nicht so viel Wäsche und die Kinder verbringen viel Zeit im Garten. Für den Familienvater, der aus einer siebenköpfigen Familie in Pähl stammt und selbstständiger Schreinermeister ist, bleibt sogar Zeit, im Trommlerzug Pähl mitzuwirken. Seine Frau, die aus Lechbruck ist, hat die Kinder hingegen immer dabei, wenn sie sich gelegentlich mit Freundinnen trifft. Zeit für sich hat das Paar kaum. Nur morgens kurz vor 6 Uhr für ein paar Minuten, bevor es die Kinder weckt. Doch es wird von Jahr zu Jahr leichter. Ab Herbst sind schon drei Kinder in der Schule und zwei im Kindergarten.

von Petra Straub

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