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Schondorfer Skulpturenweg wird abgebaut

Keine Vertragsverlängerung mehr möglich

Der Schondorfer Skulpturenweg führt von den Seeanlagen entlang des Ammerseeufers auf dem Weingartenweg nach Eching. Zu entdecken gibt es zwischen Buchen und Bibern Kunstwerke, die manchmal unscheinbar und manchmal leuchtend die Aufmerksamkeit der Spaziergänger auf sich lenken. Schon seit knapp fünf Jahren gibt es nun den Skulpturenweg, der aus einer Initiative von Joachim Dürler, Walter Mayer und Peter Wittmaack in Zusammenarbeit mit der Familie von Perfall und Bürgermeister Alexander Herrmann entstanden ist.

Wie Schondorfs Altbürgermeister Wittmaack telefonisch dem AK sagte, müssten die Kunstwerke nun wieder aufgepeppt werden. Einige sind auch schon abgebaut worden. Auch das eingeworbenen Spendengeld, aus denen auch das Stellgeld für die Künstler bezahlt wurde, ist inzwischen aufgebraucht. Vorerst bleiben nur die drei Werke in der Seeanlage und zwei Werke auf dem Grund vom Landheim Schondorf stehen. Froh ist Wittmaack, dass die Skulpturen von Vandalismus verschont geblieben sind. Lediglich die Hinweisschilder für die Künstler mussten hin und wieder ersetzt werden. Den Unterhalt hat die Gemeinde Schondorf übernommen.

Dankbar ist Wittmaack auch der Familie von Perfall, die den Wald auf einer Seite des Weingartenweges besitzt, dass diese das Projekt fünf Jahre lang mitgetragen habe. Gestartet ist der Skulpturenweg 2014. Angelegt war das Projekt seinerzeit auf drei Jahre. „Weil der Skulpturenweg so gut ankam“, wie Wittmaack berichtete, wurde im Einvernehmen mit allen Beteiligten nochmal um zwei Jahre verlängert. Inzwischen sind auch einige Kunstwerke in die Jahre gekommen, manche wie die Magic Mushrooms und die Wölfe von Katharina Ranftl wurden schon entfernt. Die Witterung setzt den Objekten zu, so verblassen Farben oder sie verwachsen mit der Umgebung. Wittmaack kündigte an, dass Dürler, Mayer und er schon dabei seien, neue Ideen zu entwickeln. „Ein Ende schafft Platz für Neues“, meinte der Altbürgermeister pragmatisch. Bürgermeister Herrmann möchte im Gespräch mit den Initiatoren des Skulpturenweges bleiben.

Einige Objekte wie „Großer Fadenschein“ von Thomas Lenhart oder die Bronze-Skulptur „Liegende“ von Matthias Rodach stehen in der Seeanlage Schondorf.

Wie lange diese dort stehen bleiben oder ob die Gemeinde Kunstwerke ankaufen wird, wird noch diskutiert werden.

Von Renate Greil

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