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Rathausplanung: Einen Schritt weiter

Gemeinderat Pähl beschließt Deckelung bei 2,5 Millionen Euro

Keine Einigkeit erzielt wurde, als der Keller diskutiert wurde. Drei Räte wollen keinen Keller, die Mehrheit hält hingegen einen Keller für sinnvoll. Für den Keller spricht, dass das Gebäude kompakter gebaut werden kann, weil ein Teil der Infrastruktur, wie etwa die Heizung, und das Archiv auch im Keller gut aufgehoben seien, so die Argumentation der Befürworter. Außerdem würde so zusätzlicher Raum geschaffen, der auch für andere Zwecke verwendbar wäre, die sich in Zukunft ergeben könnten. Zudem müsste ein nicht-unterkellertes Gebäude ein aufwändiges Fundament bekommen, das bei Bauen auf der Kellerdecke nicht erforderlich sei.

Von einer Tiefgarage im Keller halten einige Räte wenig. Die Rampe würde so viel Platz einnehmen, dass der Nettogewinn an Parkplätzen sehr gering sei, so ihre Argumentation.

Neben den Räumen für die Verwaltung soll auch Platz für die Mittagsbetreuung von Schülern geschaffen werden. Diese soll als Übergangslösung eingerichtet werden, bis neue Räume dafür im dann leeren alten Rathaus eingerichtet sind. Gerhard Müller hält es in jedem Fall für besser, wenn die Mittagsbetreuung räumlich an die Schule angegliedert ist.

Was die Wärmeversorgung anbelangt einigten sich die Räte darauf, dass der Architekt ein klimaneutrales Energiekonzept vorlegen soll, das auch die benachbarten Gebäude der Gemeinde – Kleine Schule, Feuerwehrhaus und Bauhof – einbezieht. Für die Heizzentrale soll der beste Standort ausgewählt werden. Dieser könnte auch in oder an einem der Nachbargebäude sein.

Diese Vorgaben in der Ausschreibung sollen jetzt mehrere Architekten erhalten, damit sie konkrete Vorschläge machen können.

Grund für die Planung eines Neubaus an dem neuen Standort ist, so Bürgermeister Werner Grünbauer, dass das derzeitige Rathaus mit seinen 463 Quadratmetern Fläche zu klein und veraltet ist. Eine Ertüchtigung wäre zwar möglich, es müsste aber ein Anbau errichtet werden, um die notwendige Fläche von gut 800 Quadratmetern zu schaffen. Dies würde rund zwei Millionen Euro kosten, wobei Probleme, die bei einer Altbausanierung auftreten können, noch nicht einkalkuliert seien.

Das größte Problem sieht Grünbauer bei der Weiternutzung des bestehenden Rathauses aber in der Einschränkung der Schule. Diese werde, etwa durch die Einführung der Ganztagsschule oder neue Betreuungsformen, künftig mehr Platz brauchen, der nur im derzeitigen Rathaus zur Verfügung stehe. Andere Flächen hat die Gemeinde an diesem Standort nicht.

von alfred Schubert

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