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Dießen

Pfingstausflug in den Kanton Bern

Die Bläsergruppe Dießen reiste in die Schweiz nach Lyss

Die Anfahrt begann bereits am Freitag ab 16 Uhr von Dießen. Hier stiegen 14 Musikanten und Musikantinnen in den Reisebus ein.

Weitere vier, welche aus dem Allgäu kamen, wurden in Bad Wörishofen aufgenommen. Somit war die Musikgruppe vollzählig und es ging bereits singend und musizierend an Bregenz und Zürich vorbei. Gegen 22 Uhr erreichte man den Gasthof Bären in Lyss, wo das Wirtspaar Uschi und Werner Schirmer schon auf die Gruppe aus Dießen wartete. Nach einem guten Abendessen saß man noch beisammen und besprach die weiteren Tage.Der Samstag war geprägt von Musik. Nachdem am Vormittag noch der letzte Schliff an einigen Musikstücken gemacht wurde, bereitete man alles für den Auftritt am Nachmittag vor. Die befreundete Kapelle „Chüelibach Musikanten“ kamen und ab 16 Uhr begann man das Konzert unter freiem Himmel, bei sehr angenehmen Temperaturen.So wurden abwechselnd Stücke in Biergartenstimmung vorgetragen. Und gegen 20 Uhr spielten beide Kapellen noch unter der Leitung von Erich Egger, dem Dirigenten der Schweizer Kapelle die Stücke „Auf der Vogelwiese“ und „Böhmischer Traum“. Nach einem deftigen Essen begab man sich schließlich in den Weinkeller vom Gasthof Bären. Hier waren die Musikanten wieder unter sich und spielten in unterschiedlichsten kleinen Tanz’lmusik Besetzungen.Die jüngsten der Bläsergruppe wollten es sich nehmen lassen und zeigten, dass sie auch dem Jazz nicht abgeneigt sind. Somit wurde im Keller so lange musiziert, bis am nächsten Morgen wieder die Sonne aufging. Nach einem kräftigen Frühstück machte man einen Ausflug an den Biehler See und besuchte im Ort Twan ein kleines Weingut. Bei der Degustation von unterschiedlichen köstlichen Weinen ließen es sich die Musikanten mit ihren Mädels nicht nehmen bei dem Bauern Musik zu machen. Sicherlich ein Highlight war, als sich die drei Alphornspieler mit ihren Instrumenten in den Weinberg begaben und von dort oben Weisen über den See erklingen ließen. Und obwohl es bereits zu regnen begonnen hatte, blieben spontan einige Menschen stehen und lauschten den Klängen. Nachdem im Gasthof wieder einmal ausgiebig gespeist wurde, musizierte man noch in der Gaststube für die Gäste. Auch hier zeigte sich, dass sich die Probenarbeit in kleinen Formationen als erstklassig erwies, denn nur mit diesen Tanz’lmusik Besetzungen ist es möglich auch in kleinen Gaststuben zu spielen. Nach einem kräftigen Brunch trat man schließlich am Montag die Heimreise an. Glück hatte man, dass man erst nach dem heftigen Unwetter in Dießen ankam. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass man solche musikalischen Reisen weiterhin unternehmen muss. Denn nichts ist so verbindend wie Musik. (Heinrich Sattler)

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