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Dießen

Mehr Sicherheit und Mobilität für Senioren

Am Dienstag tagte der Seniorenbeirat der Marktgemeinde Dießen

Übler nutzte die Gelegenheit und stellte sich dem Gremium vor mit dem Hinweis, dass ihr Schwerpunkt Mobilität sei. Auch Marianne Scharr, Konkurrentin um den Chefsessel im Rathaus mit eigener Liste, wie auch Hanni Baur von der Dießener SPD, beide ebenfalls Zuhörerinnen, ergriffen kurz das Wort, um sich als Bürgermeisterkandidatinnen den Senioren zu präsentieren.

Mehr Aussicht auf Erfolg scheint die Asphaltierung eines Fußwegs vom Parkplatz am Von-Schorn-Weg hinunter zur Prinz-Ludwig-Straße zu haben. Ute Kelm, die Vorsitzende des Beirats, signalisierte eine Bereitschaft von Seiten der Gemeinde für diesen Antrag. Der Weg ist gekiest und bei Regenwetter seien Löcher im Boden, die sowohl für Rollstuhlfahrer wie auch für Mütter mit Kinderwägen schwere Hindernisse darstellten, so Kelm. Vor allem, wenn es den Weg bergauf zum Parkplatz geht. Weniger Aussicht auf Asphaltierung des Weges zwischen Mühlstraße 4 und der Westseite des Färbergassls besteht nach Kelm. Das habe Bürgermeister Herbert Kirsch bereits in einem Gespräch abgelehnt. Er sei gegen weitere Bodenversiegelungen. Regine Neubarth stimmte als einzige gegen den Antrag, dass zwei Parkplätze an der Hofpfisterei in der Prinz-Ludwig-Straße entfernt werden. Sie plädierte für gegenseitige Rücksichtnahme. Zudem werde in dieser Gemeinde eine „autofeindliche Politik“ betrieben. Dr. Ludger Stürwald, Schriftführer des Beirats, wies darauf hin, wie gefährlich es sei, sich zwischen den parkenden Autos und der Hausmauer zu bewegen. Vor allem, weil ein Großteil der Autofahrer sich nicht an die eingezeichnete Parkfläche halte. Die übrigen sechs Gremiumsmitglieder stimmten für den Antrag. Ein Dorn im Auge älterer Menschen ist das absolute Halteverbot auf der anderen Straßenseite der Prinz-Ludwig-Straße auf Höhe der RömhildApotheke. Es wird häufig nicht eingehalten. Das ist für Senioren ein großes Ärgernis. Wer zum Beispiel einen Rollstuhl schiebt, so Ute Kelm, hat ernsthafte Probleme auf dem Gehweg.

Ein Ausweichen auf die Straße ist zu gefährlich. Zudem müsse man sich nicht selten auch noch dumme Sprüche von Autofahrern anhören, wenn man die Falschparker darauf anspricht, berichtete die Vorsitzende: „Haben Sie sich nicht so“, bekam sie oft zur Antwort.

Zur persönlichen Stellungnahme über einen Antrag auf Wiedereinsetzung eines Schwimmkreuzes in den Strandbädern Riederau und St. Alban kam Verwaltungschef Karl-Heinz Springer in den Sitzungssaal des Rathauses. Regine Neubarth wünschte sich einen Haltepunkt für Schwimmer im Ammersee. Springer und Bürgermeister Herbert Kirsch fungieren übergangsweise als Seniorenbeauftragte der Gemeinde. Der bisherige Beauftragte Alban Vetterl war vor wenigen Wochen verstorben. Ein Schwimmkreuz zu installieren, liefe dem bisherigen Gemeindebeschluss zuwider, erklärte Springer. Dass in Utting ein Sprungturm betrieben und in Schondorf ein Schwimmbalken wieder aufs Wasser gebracht werde, so der Verwaltungschef, sei Sache dieser Gemeinden. Jede Kommune müsse das für sich entscheiden. Dabei spielten Kostenfaktoren wie auch Risikoabwägung eine wichtige Rolle bei der Entscheidung der Dießener, verteidigte er den Beschluss. Jedoch ein Schwimmbalken als Haltepunkt für Schwimmer sei unter Umständen denkbar, erklärte Springer. Einstimmig stellten die Senioren daher einen Antrag auf einen Schwimmbalken. „Alles, was wir hier tun, machen wir nicht nur für uns, sondern auch für Mütter mit Kinderwägen und Schüler“, resümierte Dr. Ludger Stürwald.

von alois kramer

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