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Dießen

Mühlstraße als Einbahnstraße: Das hätten die Senioren gerne

Seniorenbeirat: Dr. Ludger Stürwald folgt auf Ute Kelm im Vorsitz

Das Argument, Einbahnstraßen laden zum Rasen ein, konterte Antragsteller Dr. Ludger Stürwald mit einer zu installierenden permanenten Geschwindigkeitsmessung. Die erfasse jedes Fahrzeug beim Einfahren in die Fußgängerzone und auch beim Verlassen. Unterschreite die Messung die für die Strecke vorgeschriebene Zeit, so könne daraus gefolgert werden, dass der Verkehrsteilnehmer zu schnell gefahren sei. Eine ähnliche Messanlage gebe es im Aubinger Tunnel in München. Dem Antrag von Dr. Stürwald wurde einstimmig stattgegeben. Über Kosten der Messanlage wurde nicht gesprochen.

Ute Kelm eröffnete als Vorsitzende die Sitzung, blieb das aber nur wenige Minuten. Bei der Sitzung gab Kelm nämlich ihren Rücktritt bekannt. Aus persönlichen Gründen, wie sie erklärte.

Schriftführer Dr. Ludger Stürwald bedankte sich ganz herzlich für die hervorragende Arbeit der scheidenden Vorsitzenden. Anschließend wurde er selbst – für die meisten nicht überraschend – vom Seniorengremium ohne Gegenstimme gleich zum Nachfolger bestimmt.

Als Nachrücker kam nun auch Alfred Kube wieder in den Beirat. Er war Mitglied im Vorgängergremium. Dr. Stürwald betonte, dass der Wechsel im Vorstand so nicht geplant war. Ute Kelm habe „schwungvoll und mit viel Fleiß gearbeitet“.

Dr. Stürwald appellierte an seine Kollegen im Gremium, dass „wir die Arbeit so fortsetzen sollen, wie Frau Kelm es gemacht hat“. Für die nun vakante Stelle als Schriftführer wurde Brigitte Lommatzsch mit fünf Stimmen und einer Enthaltung ins Amt gewählt.

Beantragt hatte zudem Horst Stelzer eine Ruhebank im Kapellenweg und in der Schützenstraße. Er begründete seinen Antrag damit, dass es für ältere Menschen, die beispielsweise im Augustinum wohnten, ohne eine Verschnaufpause sehr mühsam sei, ins Zentrum zu gelangen. Daher schlug er die beiden Standorte vor.

Auch Nachrücker Alfred Kube stellte einen Antrag. Bei ihm ging es um einen gekennzeichneten Behindertenparkplatz am Bahnhof in Riederau. Bis jetzt gibt es dort keinen. Schließlich beklagte Dr. Stürwald die Ampelschaltung an der Rathauskreuzung. Hier wäre es zur Sicherheit der Fußgänger notwendig, meinte er, deren Grünphase drei Sekunden vor der Autofahrergrünphase zu schalten, So hätten die Fußgänger beispielsweise bei der Überquerung von der Rathausseite auf die Südseite der Straße einen sicheren Vorsprung. Alle drei Anträge wurden einstimmig angenommen.

Von Alois Kramer

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