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Mückenplage: Pro und Contra

In Eching kommt ein Ratsbegehren – Rund 250 Bürger haben einen Antrag unterschrieben

Im Bürgerantrag wurde gefordert, dass die Gemeinde wissenschaftliche und ökologische Grundlagen untersuchen lässt und auf dieser Basis geeignete Schutzmaßnahmen trifft wie beispielsweise durch das Ausbringen von Bacillus thuriengiensis israelensis (Bti). In Eching würden einige Bürger Breitbandinsektizide einsetzen, heißt es weiter.

Von den Mücken „gestört fühlt sich jeder“, sagte Bürgermeister Luge. In der Sitzung berichtete er von den Anstrengungen der Gemeinde seit dem Pfingsthochwasser 1999. Eching ging auf die Nachbargemeinden zu. Niemand machte mit und man zog damals das Resümee: „Eching alleine, das hat keinen Zweck“. Die nächste Plage kam 2010 und ein erneuter Versuch wurde gestartet, wieder ohne Erfolg.

In der Diskussion gab es unterschiedliche Ansichten, ob, wie und wo die Mücken bekämpft werden sollen. Mehrere Redner wiesen auf die unterschiedlichen Ergebnisse und Studien zum Einsatz von Bti hin und äußerten auch Bedenken. Zweiter Bürgermeister Franz Pentenrieder bedauerte, dass der Versuch die umliegenden Gemeinden einzubinden, nichts gebracht habe. Man müsse nun für die Zukunft handeln, sagte er.

Martin Wieser sah es als nicht realistisch an, dass in den unter Naturschutz stehenden Flächen beispielsweise im Ampermoos ein Einsatz von Bti von der Naturschutzbehörde genehmigt werde. Eine seriöse Aufklärung wurde auch gewünscht. Luge sprach an, dass es in Eching einige Bürger gebe, die entschieden gegen den Einsatz von Bti sind. Ein Ratsbegehren sei demokratisch und sorge für Klarheit, was der Bürger wolle. Bis Ende des Jahres soll abgestimmt werden, steckte Luge als zeitliche Vorgabe.

Die genaue Formulierung des Ratsbegehrens für die Ziele Untersuchung, Kartierung und Bekämpfung soll noch erarbeitet werden. „Wir machen das dann für Eching alleine“, kündigte der Bürgermeister auf Nachfrage an. Einstimmig votierten die Gemeinderäte gegen den Bürgerantrag und für ein Ratsbegehren.

Von Renate Greil

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