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Dießen

Heute ist die gute alte Zeit von morgen

Frauenbund Dießen holt Karl Valentin nach Dießen

Dr. Windlfend fing vor über 20 Jahren damit an, den von ihm bewunderten Karl Valentin nachzuspielen. So entwickelte er im Laufe der Zeit seine eigenen Interpretationen des 1948 verstorbenen Komikers, Musikers und Regisseurs. Seit einiger Zeit tritt er gemeinsam mit Rosemarie Scheitler-Vielhuber auf, die mit ihrer Familie im denkmalgeschützten, historischen Karl Valentin Haus ihres Urgroßvaters in Planegg lebt, in dem auch Führungen angeboten werden.

Karl Valentin war ein überaus produktiver Künstler. Außer seinen bekannten Filmszenen produzierte er eine Vielzahl von Texten, Manuskripten, Schallplatten- und Bandaufnahmen. Ein Teil seines Nachlasses wird vom Institut für Theaterwissenschaft an der Universität Köln verwahrt. Karl Valentin, eigentlich Valentin Fey, wurde 1882 in München geboren. Erstes, mit Möbel- und Sargschreinerei verdientes Geld gab er für erfolglose Tourneen seines selbstgebastelten Orchestrions aus. 1907 gelang ihm mit einem Stegreifsolo der Durchbruch. Ab 1911 wurde Liesl Karlstadt seine unerlässliche Partnerin, mit der er zahlreiche Filme und Bühnenauftritte inszenierte.

Bereits im vergangenen Jahr war Dr. Wilfried Müller gern gesehener Gast beim Dießener Frauenbund. In diesem Jahr präsentierten die beiden Künstler den Gästen ein kunterbuntes Portfolio aus gesprochenem und gesungenem Wort und ernteten viel Gelächter und Applaus. Ob Szenen in der Apotheke, „der Hasenbraten“ oder „die Heiratsannonce“ oder Valentins Gedanken zur Gesundheit und zu den Frauen, die Stückl waren gespickt von Selbstironie und Alltagskomik.

Neben den lustigen Stückeln auf der Bühne sorgte wie immer die Frauenbundvorstandschaft für das leibliche Wohl und servierte frische Weißwürst, Brezen und selbstgebackene Kuchen. „Wir haben in diesem Jahr noch einige interessante Veranstaltungen geplant, beim Frauenbund wird‘s nie langweilig, schauen Sie vorbei unter www.frauenbund-diessen.de“, verabschiedete Sandra Perzul am Ende des Nachmittags die Gäste.

von sandra Perzul

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