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Gemeindehäuser sanieren oder neu bauen

Der Schondorfer Gemeinderat muss sich entscheiden

Architekt Peter M. Gradl stellte die Ergebnisse für das Haus im Griesfeld vor. In dem Mehrfamilienhaus aus dem Jahr 1955 gibt es vier Wohnungen mit einer Größe von 55 Quadratmeter und eine Dachwohnung mit 46 Quadratmeter, die Ausstattung sei sehr unterschiedlich. Teilweise gibt es noch Wohnungen, in denen das Wasser zum Duschen mit einem Holzofen warm gemacht werden muss, eine Zentralheizung ist nicht vorhanden. Auch die Elektroinstallation ist noch dieselbe wie beim Erstbezug, die hölzerne Treppe entspricht nicht mehr den Vorschriften. Alles in allem errechnete das Büro Kosten in Hohe von knapp 950 000 Euro, um das Haus auf heutigen Standard zu bringen.

Zum Vergleich gab es noch eine aktuelle Zahl für einen Neubau in gleicher Größe. Das kommt auf etwa 1,1 Millionen Euro. Aber man würde heute andere Zuschnitte der Wohnungen machen und größer bauen, gab Architekt Gradl zu bedenken. Daher würde ein Neubau teurer ausfallen. Bürgermeister Herrmann berichtete, dass das Ergebnis auch bei der Regierung von Oberbayern vorgestellt wurde. Dort empfahl man der Gemeinde, zunächst festzulegen, welche der Gemeindehäuser erhalten werden sollen, beispielsweise weil diese ortsprägend sind. Das Förderprogramm KommWFP ist für Renovierung und Neubau bis 2024 verlängert worden, sagte Herrmann.

Er berichtete, dass bei Neuvermietungen festgestellt werde, dass neue Mieter mit den alten Heizsystemen nicht mehr zurecht kommen. Vor einer Entscheidung, wie weiter verfahren werde, seien größere Überlegungen erforderlich.Zudem müssten auch bei einer Renovierung die derzeitigen Mieter vorübergehend an anderer Stelle untergebracht werden. Für Herrmann war aber klar, dass etwas gemacht werden müsse, denn die Wohnungen hätten „Substandard“. Rainer Jünger verwies hingegen auf die „sehr günstige Miete“. Klar für einen Neubau sprach sich Marlene Orban aus und appellierte auch nicht noch länger zu warten: „Wir sollten das jetzt in Angriff nehmen“. Wie es weiter geht, soll nun in einem der Ausschüsse vorberaten werden.

Von Renate Greil

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