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Ein heiteres Fest: Zehn Jahre

Utting feierte das zehnjährige Bestehen des Bürgertreffs „17 & Wir“ in der Bahnhofstraße – Versteigerung für einen guten Zweck

Die Grußworte von Bürgermeister Josef Lutzenberger waren herzlich und voller Dank für die Arbeit des Vereins „Füreinander e.V.“ als Organisator des Bürgertreffs. Er freue sich, dass der Bürgertreff im entstehenden Schmucker-Areal einen angemessenen Platz finden würde. Er überreichte Hans Starke, dem Vorsitzenden des Vereins „Füreinander e.V.“, eine Spende der Gemeinde.

Nach Hans Starkes Begrüßung gab Andreas Seiler (2. Vorsitzender) einen kurzen Rückblick auf die Entstehung des Bürgertreffs 17 & Wir, der ja mal im ehemaligen „Lislheim“ in einem größeren Rahmen angedacht war. Die Gemeinde hatte das frühere Müttergenesungsheim gekauft, konnte sich aber für die Nutzung als Bürgerhaus nicht entscheiden und verkaufte das Anwesen wieder. Heute beherbergt es die „Elisabeth-Residenz“ für betreutes Wohnen.

Bewegung kam in die Schar der Gäste, als Seiler zur Besichtigung der Versteigerungsgegenstände aufrief, die im Inneren des Bürgertreffs aufgebaut waren. Denn diese Versteigerung zugunsten des Vereins „Füreinander e.V.“ sollte einer der Höhepunkte des Tages sein. So war es später denn auch – Miene Gruber pries selbst die kleinsten Messer, Gläser oder Textilien so vergnüglich an und trieb damit die Preise in die Höhe, dass – unter Johlen und Gelächter – erstaunliche Summen zusammenkamen. Einige schöne Grafiken bekannter Ammersee-Maler waren absolute Schnäppchen!

Dann hörte man aus dem Schatten eines Baumes heraus kräftigen Gesang – Veronika Siebert hatte zum offenen Singen eingeladen. Immer mehr Alte und Junge stellten sich dazu und sangen mit.Aus dem Garten neben dem Bürgertreff-Haus war zarter Harfenklang zu vernehmen. Dort wurden Märchen erzählt. Man saß am Boden und lauschte, während es nebenan die Möglichkeit gab, Keramikformen zu bemalen. Dann wurde es sportlich – die jungen Akrobaten vom TSV zeigten auf einer eigens installierten Lauffläche gewagte Überschläge und Flicflacs. Viel Applaus und „Bravo“-Rufe belohnten die kleinen Turnerinnen und Turner.

Zwischendurch die Landsberger Stelzer – sie hatten sich für Utting Zeit genommen, obwohl sie selbst in Landsberg zwei Tage lang ihr 25-jähriges Jubiläum feierten. Bleche voller salziger und süßer Köstlichkeiten (gespendet von Vereinsmitgliedern und von einer Bäckerei) wurden verspeist, Bier und Limo getrunken. Dann war man satt – vom Essen und Trinken, aber auch von der Fülle des Gebotenen. Das Fest neigte sich dem Ende. Jetzt halfen viele Hände beim Abbauen der Zelte sowie der Sonnenschirme, der Bänke und Tische. Jeder trug Geschirr und Gläser ins Haus. Hochzufrieden konnte Hans Starke pünktlich die gesperrte Bahnhofstraße wieder für den Verkehr freigeben. „Das war wirklich ein Bürgerfest!“, sagte er, „Wir waren füreinander da, nicht nur beim Feiern, sondern auch beim Aufräumen.“

Von Jutta Bäzner

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