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Ehrlich, robust grad aus – und vielleicht für die CSU

Feuerwehrkommandant Florian Hoffmann zieht für die LW ins Rennen um das Bürgermeisteramt

Seit 1972 sind die Ländlichen Wähler im Gemeinderat vertreten, aktuell mit Matthias Hornsteiner und Jakob Wilhelm. „Wir hoffen auf mehr Mandate“, so Wilhelm. Zuerst bestimmte die Familie Reinhart die Politik mit, 24 Jahre war Johann Reinhart, zwölf Jahre Lisbeth Reinhart dabei. 2013 folgte der Generationenwechsel. Bei der damaligen Wahl warben die LW mit einem Meterstab, den Florian Hoffmann, 36, nun wieder aus der Schublade gezogen hatte und mit dem er die LW verglich. „Ein Meterstab ist ein schlichtes Mittel, es lügt nicht, was es sagt, das stimmt.“ So seien auch die LW: ehrlich, robust, grad aus und schlicht. „Es wird ein bisschen dauern, denn ich erzähl euch alles“, begann Hoffmann seine Vorstellung und schlug tatsächlich einen weiten Bogen von seinen Großeltern, Hoffmanns Großvater Helmut Basinek war Vorstand der Liedertafel, über seine Kindheit, schulische Ausbildung und den beruflichen Werdegang. Dabei ist ihm eines geblieben: Er ist gern mit dem Fahrrad im Ort unterwegs, um zu schauen, was los ist. Das Interesse für Utting war bereits früh vorhanden, mit 14 Jahren trat er der Feuerwehr bei und ergriff dort schnell Verantwortung. „Ich habe gelernt zu führen und gelernt, dass ich das mag“, sagte Hoffmann, der heute Erster Kommandant der Feuerwehr mit 50 Feuerwehrleuten und einer Jugendgruppe mit 16 Personen ist. 2003 entdeckte er ein neues Steckenpferd: die Kommunalpolitik. Damals verschlug es ihn erstmals in eine Sitzung, er war fasziniert und verpasste danach kaum eine. Bereits 2008 wurde ihm eine Kandidatur für den Gemeinderat vorgeschlagen, 2014 kandidierte er dann für die LW, zog in den Gemeinderat ein und wurde Referent für den Bauausschuss. Bürgermeister Josef Lutzenberger warb ihn 2017 als Mitarbeiter für das Bauamt an.

Das bedeutete für ihn, entsprechend der Vorschriften, das Ausscheiden aus dem Gemeinderat. Berufsbegleitend erwarb Hoffmann, der ursprünglich Schreiner gelernt hat, die notwendige Qualifikation.

„Meine Motivation ist, dass unsere Bürger nicht das Gefühl haben, sie waren auf einem Amt, sondern bei einem Dienstleister“, so Hoffmann über seine Arbeitseinstellung. So wolle er auch als Bürgermeister vorgehen: „Es geht nicht um rot, grün oder schwarz, sondern um die Bürger - das ist mein Antrieb.“ Als Bürgermeister gelte es, in große Fußstapfen zu treten, denn „wir haben einen Bürgermeister, der seine Arbeit gemacht hat“, sagte Hoffmann in Richtung des anwesenden Josef Lutzenberger. Als dringende Aufgaben sieht er neue Konzepte für die alten gemeindlichen Wohnungen und den Durchgangsverkehr sowie das neue Gewerbegebiet voranzutreiben. Es gelte, eine gute Mischung in Utting zu erhalten und behutsam mit der Natur umzugehen.

Von Dagmar Kübler

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