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25 Projekte für das Bürgerbudget Schondorf vorgeschlagen

Die besten zehn Projekte werden ausgewählt – Es steht ein Topf mit etwa 10 000 Euro im Jahr zur Verfügung

Für Projekte, die mit dem Bürgerbudget finanziert werden, steht ein Gesamtbudget von 2,50 Euro pro Einwohner, das sind etwa 10 000 Euro, pro Jahr zur Verfügung. Dabei geht es bei den geschätzten Budgets der einzelnen Projekte von 100 Euro für Aschenbecher am Gemeindesteg bis zu 10 000 Euro für ein Projekt gegen den Untergang von Ortsvereinen, bei dem unter anderem ein Eventzelt angeschafft werden soll. Gleich zweimal vorgeschlagen wurde die Idee eines öffentlichen Bücherschrankes: Ein Bücherregal mit dem Motto „Nimm eins – bring eins“ in der Bahnhofshalle und eine wetterfeste Ausführung, die in den Seeanlagen oder am Wilhelm-Leibl-Platz aufgestellt werden könnte. Angeregt wurden auch Ideen für Spielplätze. So könnte der Spielplatz am Sportplatz einen Kletterparcours für ältere Kinder bekommen oder der Spielplatz am Piratenschiff für Kinder im Grundschulalter erweitert werden. Auch eine Eisfläche für Jung und Alt wird als winterlicher Treffpunkt vorgeschlagen. Andere Projekte beziehen sich darauf, zu teilen wie bei der Pumpipumpe oder auf Müllvermeidung wie ein ortsweiter Flohmarkt-Garagenverkauf oder eine Verteilstation für vor dem Wegschmeißen gerettete Lebensmittel. Mehr ins Gespräch kommen wollen Angebote wie runder Tisch oder See-U. „Es sind ein paar schöne Sachen dabei“, sagte Bürgermeister Alexander Herrmann telefonisch dem Ammersee Kurier. Die Idee des Bürgerbudgets sei, Menschen bei der Umsetzung ihrer Projektidee von der Gemeinde aus zu unterstützen.

Alle fünfundzwanzig Projekte werden am Samstag, 14. September, von 10 bis 12.30 Uhr vorgestellt. Die Veranstaltung findet in der Aula der Grundschule Schondorf statt. Gleich im Anschluss an die Projektvorstellung wird geheim gewählt. Wählen dürfen alle Schondorfer ab vierzehn Jahren. Die Verwaltung bittet darum, den Personalausweis mitzubringen. Wer an der Veranstaltung nicht teilnehmen kann, hat die Möglichkeit, während der darauffolgenden Woche zur Stimmabgabe ins Rathaus zu gehen.

Die zehn Projekte mit den meisten Stimmen werden im Gemeinderat vorgestellt und dort wird letztlich entschieden, welche der Ideen Geld bekommen wird. Das war von den Initiatoren zunächst als Online-Voting geplant, aber in Bayern darf nur der Gemeinderat über Geldausgaben der Kommune entscheiden.

Wichtig war es auch der Mehrheit der Gemeinderäte gewesen, dass nur Schondorfer abstimmen dürfen, daher wird der Wohnsitz geprüft. Die Projektpaten haben nach der Zusage ein Jahr Zeit, um ihr Projekt umzusetzen. Weitere Informationen und eine Übersicht aller Projekte im Netz unter https://buergerbudget.schondorf-ammersee.de.

von Renate Greil

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