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„Seit fünfzig Jahren steht der Maibaum immer an diesem Platz“, sagte Birkner, der als Maibaumreferent kürzlich einen neuen Baum ausgesucht hat. Dass der Schondorfer Maibaum und sein Standort nun für Wahlkampfzwecke hergenommen werden, fand der CSU-Gemeinderat gar nicht gut. Hintergrund ist die Rede von Bürgermeister Herrmann bei der kürzlich stattgefunden Aufstellungsversammlung der Grünen in Schondorf. Anstoß nahm Birkner an einem Zitat von Herrmann aus der Presse: „Den Maibaum auf einen guten Platz stellen“ Bürgermeister Herrmann sagte telefonisch dem Ammersee Kurier, dass dieses Zitat als Bild unterstreichen sollte, was auf einem Dorfplatz passieren kann. Diesen möchte er in der Ortsmitte rund um das Rathaus neu gestalten. Er sei mit dem jetzigen Standort des Maibaums durchaus einverstanden. Seinen Wahlkampf werde er so gestalten, dass die eigenen Ideen und Vorstellungen präsentiert werden. Er wünsche sich weiterhin ein gutes Miteinander im Gemeinderat. In der Sitzung forderte Birkner Herrmann auf, eine bindende Erklärung abzugeben. Der Platz für den Maibaum sei vor fünfzig Jahren ausgesucht worden und stelle das Zusammenwachsen der früher eigenständigen Gemeinden Oberschondorf und Unterschondorf dar. „Der Standort ist unantastbar“, meinte Birkner. Herrmann erklärte, dass er eine Versetzung des Maibaumes nicht betreiben oder vorschlagen werde, solange er in Schondorf Bürgermeister sei. Außerdem kritisierte Birkner in der Sitzung, dass im Dezember eine Klausurtagung angesetzt worden sei, an der er und weitere CSU-Gemeinderäte nicht teilnehmen können. Hier wird nun ein neuer Termin im Januar angeboten. (rg)

Von Renate Greil

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