Unabhängiges Heimatblatt für die Ammerseeregion
Region

Volles Haus für Mobilität

Lebhafte Diskussion bei Gespräch der Grünen

Als gutes Beispiel für Mobilität wurden die Mitfahrbänke angesprochen, die allerdings bisher noch nicht so intensiv genutzt werden. Die Gäste plädierten für ein engeres Netz an Mitfahrbänken, zum Beispiel in den Dießener Ortsteilen, um auch die Rückfahrten auf diesem Weg zu gewährleisten. Übler hatte als Gast Clemens Deyerling eingeladen, der ein innovatives Rufbussystem vorstellte, das in Murnau ausgeschrieben werden soll.

Carsharing funktioniert bereits am gesamten Ammersee-Westufer. „Ab 10 bis zwölf Nutzern rechnet sich ein neuer Carsharing-Standort in den Ortsteilen“, meinte Sabine Pittroff von Mobi-LL aus Schondorf auf Nachfrage einer Zuhörerin aus Obermühlhausen.

Die Frage war, wie sich die Verkehrssituation in Dießen verbessern kann. „Der meiste Autoverkehr ist hausgemacht, das heißt, gefahren wird überwiegend innerhalb von Dießen beziehungsweise von und nach Dießen“, erklärte Übler. Wie lässt sich dieser Verkehr reduzieren? Ein Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs wurde gefordert, insbesondere eine Verbesserung der Anbindung nach Landsberg und eine Busverbindung nach Herrsching. Der Ortsbus könnte für Schulkinder frei sein, damit keine Elterntaxis mehr fahren müssten. Die Abschaffung der Vorfahrtsregelung in der Von-Eichendorff-Straße hat dort den Verkehr zwar verlangsamt, aber trotzdem ist die Anzahl der Fahrzeuge, die dort fahren, sehr hoch, wie ein Anwohner berichtete. Als Lösung, den Autoverkehr zu reduzieren, wurde auch eine Parkplatzbewirtschaftung, das heißt kostenpflichtige Parkplätze, angesprochen, was für das Strandbad St. Alban schon im nächsten Jahr auf der Tagesordnung des Gemeinderates steht. Insgesamt sollte mehr Raum für Radfahrer und Fußgänger zulasten des Platzes für Autos geschaffen werden. „Im Moment ist es in Dießen einfach zu angenehm, mit dem Auto zu fahren, während es weniger angenehm ist, mit dem Rad zu fahren oder zu Fuß zu gehen. Das sollten wir umkehren, damit das Rad und zu Fuß die bessere Alternativen sind“, so Holger Kramer. Das nächste Kandidatinnengespräch zum Thema Handel und Gewerbe findet am 5. Dezember, um 19.30 Uhr in der Veranda, der Gaststätte am Sportplatz, in Dießen statt. (pm)

weitere Artikel