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Um den Garten herum

Bei Garten Bronder in Utting sollte man Zeit mitbringen – Große Auswahl an Vasen, Töpfen, Skulpturen

Das macht neugierig. Also runter vom Rad und reinschauen. Ehrlich, erster Eindruck?

Er wird nicht besser mit dem scheinbaren Durcheinander von Nippes und Nützlichem, Witzigem und Irrwitzigem in einem dunklen Stadl und draußen auf dem schmalen langen Grundstück mit Hanglage zur Straße. Stufen und Podeste schaffen immer neue Ebenen mit immer neuen Überraschungen. Stellwände aus Weide, aus Metall und Kunststoff, klobige Gabionen voller grober Steine, ganz schmale mit glitzernden Glassteinchen gefüllt. Wer da nur schnell mal durchgeht und dann raus, murmelt wahrscheinlich. „Oh, nee! Bitte nicht in meinem Garten!“

Tipp aus eigener Erfahrung: Wiederkommen, Zeit mitbringen. Genau wissen, was man braucht und alles andere ausblenden.

Also vorher den eigenen Garten betrachten: Wo möchte ich etwas verändern, was stört mich?“. Vorinformieren: In den Katalog schauen oder auf die Website im Internet gehen. Bronder ist ein Marktplatz für jeden Geschmack und jeden Anspruch. Und wer geht schon auf einen Markt und findet alle Angebote schön. Man sucht sich raus, was gefällt und was man braucht.

„Viele meiner Kunden kommen mit dem Katalog in der Hand und wissen ziemlich genau, was sie wollen“, sagt Herbert Bronder, „Aber natürlich möchten sie auch beraten werden und vor Ort sehen, wie das in natura aussieht, was sie sich vorgestellt haben.“

Sein „Renner“ seit fast fünfzehn Jahren die pflanzfertige Hecke. Es gibt sie in verschiedenen Breiten und in Höhen bis zu drei Meter.

Gerade in Neubaugebieten, wo es noch keinen Sichtschutz zum Nachbarn gibt, eine ideale Lösung.

In Zeiten immer kleiner werdender Grundstücke und schwindender Abstandsflächen zwischen Mehrfamilienhäusern ist die Nachfrage rasant gestiegen.

Bronder: „Angefangen habe ich mit Efeu-Hecken, aber inzwischen gibt es die Hecken in vielen Kombinationen, etwa mit Nadelhölzern oder mit blühenden Pflanzen durchsetzt, zum Beispiel mit Clematis oder Kletterröschen.“

Die Heckenelemente wachsen an Gittern und werden seitlich gestützt mit Metallstäben oder etwa durch schmale Granitsäulen. Im Garten kommen sie in die ausgehobene Erdrinne, für Terrassen und Balkone gibt es Pflanzkästen, die gleichzeitig Frostschutz bieten.

Wenn Rollen montiert werden, sind sie sogar beweglich.

Beim nächsten Besuch in der Hofstattstraße geschieht mit der Besucherin etwas Unerwartetes: Jetzt hat sie Zeit mitgebracht. Schlendert über die durchaus immer noch verwirrende Anlage. Bleibt stehen, schaut. Entdeckt ein zartes Wasserspiel zwischen hohen Schilfgewächsen.Beobachtet einen sich langsam im Licht drehenden Sonnenfänger. Setzt sich unter einem bunt gestreiften Sonnenschirm in einen bequemen Gartenstuhl. Betrachtet ganz gelassen all die vielen großen und kleinen Windspiele, Figuren, Skulpturen, Leuchten, Vasen, Töpfe …Hockt sich auf einen sonnendurchwärmten Felsblock, beobachtet Bienen und Schmetterlinge in einer Kräuterspirale. Kräuterspirale! Das wäre doch was für den eigenen Garten!? Und diese zierlichen Windfahnen in Gelb und Hellgrün könnten die triste Ecke an der Terrasse auffrischen. Ach, dieser kleine indische Schirm aus glänzendem Stoff mit lauter Quasten dran …einfach bezaubernd! Spätestens jetzt sollte man gehen.

Von Jutta Bäzner

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