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Jean-Christophe Geiser spielt an der großen Orgel

Die fein-vergnügliche Kunst des Venezianers übte auf den strengen Thomaskantor im fernen Leipzig wohl einen besonderen Reiz aus, denn dieser verwendete immer wieder Vorlagen von Vivaldi, um sie seinem Instrument, der Orgel, anzuverwandeln.

Zwischen den beiden Vivaldis erklingt eine Partita von Bach und zu Beginn ein Präludium des vorbarocken Komponisten Nicolaus Bruhns. Jean-Christophe Geiser wurde mit nur 26 Jahren zum Titularorganisten der Kathedrale von Lausanne gewählt und mit 28 Jahren Professor für Orgel an der Musikhochschule Lausanne. Beide Berufungen in den 1990er Jahren standen am Beginn einer großen internationalen Karriere als Organist in über dreißig Ländern Europas, den USA und in der ehemaligen UdSSR. Geiser initiierte den Neubau der Orgel in Lausanne, 2003 fertiggestellt, bei der erstmals die vier Hauptstilrichtungen des Orgelbaus (norddeutsch-barock, altfranzösisch, französisch-symphonisch und deutsch-romantisch) in einem Instrument verbunden wurden. Die etwa 45-minütige Orgelmatinée beginnt um 11.15 Uhr. Karten gibt es ab 10. 30 Uhr am Haupteingang der Kirche. Die Tickets kosten 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Text/Foto: pm/Philippe Krauer

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