Unter Dach und Fach Der Dießener Haushalt für das Jahr 2018 ist mehrheitlich abgesegnet

Ursula Nagl  23. Februar 2018

Auf dem gemeindeeigenen Grundstück in Neudießen wurden bereits mehrere Bäume gefällt. Auch die Baugrube ist schon abgesteckt. In Kürze soll mit dem Bau von 18 Sozialwohnungen begonnen werden. Foto: una

Dießen – Der Haushalt der Marktgemeinde Dießen für das Jahr 2018 ist unter Dach und Fach. Das Zahlenwerk wurde in zwei öffentlichen Sitzungen des Finanzausschusses erarbeitet (wir berichteten). In der Gemeinderatssitzung am Montag stimmte die überwiegende Mehrheit des Gremiums für den Entwurf. Eine Gegenstimme gab es von Michael Hofmann (Bayernpartei). Er kritisierte insbesondere die seiner Ansicht nach zu hohen Ausgaben für den sozialen Wohnungsbau.

Insgesamt umfasst der Dießener Haushalt 2018 in Einnahmen und Ausgaben ein Gesamtvolumen von 35.336.700 Euro (Verwaltungshaushalt 21.404.400 Euro; Vermögenshaushalt 13.932.300 Euro). Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 4.695.300 Euro. Die Steuerkraft des Marktes sank gegenüber dem Vorjahr von 888,58 Euro auf 879,33 Euro pro Einwohner. Die durchschnittliche Steuerkraft der kreisangehörigen Gemeinden in Bayern liegt bei 991 Euro. Die Umlagekraft sank ebenfalls von 10.493.293 auf 10.314.597 Euro.

„Gut getan haben der Gemeinde die Schlüsselzuweisungen”, betonte Bürgermeister Peter Fastl. Sie haben sich um 659.600 Euro auf 2.021.500 Euro erhöht. Einnahmen aus der Gewerbesteuer werden in Höhe von 3 Millionen Euro erwartet (Vorjahr: 2,6 Mllionen). Steigende Tendenz zeigen auch die Einnahmen aus der Einkommens- und Umsatzsteuer, die im Haushalt mit 7.700.000 Euro (Vorjahr: 7.220.000 Euro) veranschlagt werden.

Die an den Landkreis Landsberg abzuführende Kreisumlage beziffert sich auf 5.569.900 Euro. Da der Hebesatz um 3 Punkte auf 54 Punkte angehoben wurde, sind das 218.300 Euro mehr als im Vorjahr. Eine Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt in Höhe von 992.800 Euro ist dennoch möglich. Zu den größten Ausgaben im Vermögenshaushalt zählt heuer der Erwerb von bebauten und unbebauten Grundstücken mit 4.218.000 Euro. Dazu gehört auch, wie bereits berichtet, der Kauf des Gasthofs „Drei Rosen”.

Der Neubau von 18 Sozialwohnungen in Neudießen wird mit insgesamt 5.563.000 Euro veranschlagt. Im Haushalt 2018 fallen bereits 2,5 Millionen an. Weitere 2,5 Millionen sind für das Jahr 2019 einkalkuliert, die Restbaukosten sind Bestandteil der Haushaltsplanung für 2020. Dem steht eine staatliche Förderung von insgesamt 2.043.000 Euro aus dem Kommunalen Wohnraumförderungsprogramm gegenüber.

Um den Haushalt auszugleichen werden aus den allgemeinen Rücklagen (derzeit 11.176.620 Euro) 10.175.800 Euro entnommen. Für das Jahresende 2018 sind Rücklagen in Höhe von 1.016.049 Euro zu erwarten. Die gesetzliche Mindestrücklage liegt bei 200.000 Euro.

Eine Neuverschuldung ist somit das 15 Jahr in Folge nicht notwendig. Erklärtes Ziel des Marktes sei es, so Bürgermeister Peter Fastl, auch im Jahr 2018 die Ausgabendisziplin der vergangenen Jahre beizubehalten.

Um langfristig eine vernünftige Haushaltspolitik zu sichern, sollen diverse Haushaltspositionen „nur nach nochmaliger sorgfältiger Prüfung” zur Ausführung kommen. Auch der Haushaltssatzung 2018 wurde, mit einer Gegenstimme (Michael Hofmann), mehrheitlich zugestimmt und die Finanzplanung 2019 bis 2021 beschlossen. una