Oase der kindlichen Erinnerung Auf zwei Etagen hat Ilse Schweizer in Dießen ihr kleines Spielzeugmuseum eingerichtet. Von Michael Fuchs Gamböck

Michael Fuchs-Gamböck  17. Januar 2018

Einen Einblick in die Lebenswirklickheit vegangener Jahrhunderte gibt das Museum von Ilse Schweizer. Hier ein bürgerliches Esszimmer des 19. Jahrhunderts. Fotos (2): Schweizer

Dießen – Wer Dießen besucht und dort an der Johann-Michael-Fischer-Str. 27 a vorbei kommt, den wird das große Staunen, Wundern und – bei älteren Semestern – nostalgische Schwärmen überkommen. Zumindest dann, wenn man ein Faible für alte Spielsachen besitzt.

Ilse Schweizer hat auf zwei Etagen in ihrem privaten Domiziel das „Spielzeugmuseum” errichtet, eine Oase der kindlichen Erinnerungen. „Kleine Welten” hat Ilse Schweizer ihre Ausstellung betitelt, welche zu einer Reise in vergangene Zeiten einlädt.

Es sind wahre Kunstwerke, welche Schweizer in mehr als fünf Jahrzehnten, mit viel Leidenschaft, Idealismus und Egagement zusammengestellt und teilweise selbst gefertigt hat.

Verschiedene Räume unter einem Dach. Auch die Werkstatt war Teil des Hauses eines Handwer

Zu sehen gibt es Puppenstuben, Küchen, Handwerksläden , Krippen, Jagd und Fest-Szenen, vor allem begeistert ein detailgetreuer Weihnachtsmarkt mit vielen Ständen und Besuchern. Es glitzert und leuchtet, kleine Christbäume, nostalgischer Christbaumschmuck, Lebkuchen.

Ilse Schweizer war gerade mal 18, als sie in die Dießener Zinngießerei Babette Schweizer einheiratete. Damit begann ihre Leidenschaft für Spielzeug.

Sie gründete 1981 das „Münchner Puppenstuben- und Zinnfiguren-Kabinett”.

Durch zahlreiche Ausstellungen mit dem Thema Spielzeug wurden Sammler und Museen auf Sie Aufmerksam. Aufträge von Museen und Sammlern von Venezuela, USA, Japan, Katar, um nur einige zu nennen, waren Glanzlichter ihrer schöpferischen Tätigkeit. Seit einigen Jahren hat sie nun in Dießen das „Spielzeugmuseum” aufgebaut. Ihr größter Wunsch ist, die Sammlung der Nachwelt zu erhalten. Vergeblich versuchte Ilse Schweizer bisher, diese im Rahmen einer Dauerausstellung der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Wer Lust auf einen Rundgang durch die „gute, alte Zeit” in Miniatur verspürt, ist nach vorheriger Anmeldung unter 0160 7963039 herzlichst eingeladen. Geöffnet ist das Museum nämlich nur auf Anfrage.