Keine Angst vor Inklusion Integrative Freizeit für Menschen mit und ohne Behinderung bei der FSG Dießen

pm  17. Januar 2018

Inklusion gelebt: 25 Teilnehmer einer integrativen Freizeit wurden von Trainern und Übungsleitern der FSG Dießen in die Schießkunst eingewiesen. Foto: pm

Dießen – Die Stiftung KBF, mit Sitz in der württembergischen Stadt Mössingen, veranstaltet alljährlich zum Jahreswechsel eine integrative Freizeit für Menschen mit und ohne Behinderung.Dieses Jahr ging es für 10 Tage unter dem Motto „KommissarInnen und Detektive” an den Ammersee. In der Bildungs- und Begegnungsstätte Wartaweil wurde die Gruppe mit zirka 80 Personen beherbergt und versorgt. Untertags konnten sich die Teilnehmer verschiedenen Programmen anschließen.

Eine Gruppe aus 25 Personen war am Samstag, 30. Dezember, zu Gast bei der Kgl. privil. Feuerschützengesellschaft Diessen am Ammersee, v. 1420. Unter der Leitung von Martin Schüler und Anne Frick von der Stiftung KBF hatten mit dem 1. Schützenmeister Jakob Stainer schon vorab Gespräche stattgefunden, ob es denn möglich wäre, dem Motto gemäß ein Schießen bei der FSG Diessen zu veranstalten.

Da bei den Sportschützen Inklusion schon seit vielen Jahren gelebt wird und der Druckluftwaffenbereich der Feuerschützengesellschaft rollstuhlgeeignet ist, war die Zusage keine Frage. Dennoch war man bei der FSG gespannt, mit welchen Erwartungen die Gruppe kommen würde und ob man den Anforderungen genügen würde. Sehr zur Freude des 1. Schützenmeisters Stainer war die Bereitschaft zur Mitarbeit aller Vereinsübungsleiter und Trainer so groß, sodass die Durchführung und Sicherheit des Schießens als auch der Versorgung schon vorab sichergestellt war.Von der Bayerischen Schützenjugend wurden zusätzlich drei Lichtgewehre und eine Lichtpistole, die für Öffentlichkeitsveranstaltungen besonders gut geeignet sind, ausgeliehen.

Alle Teilnehmer wurden von den Trainern und Übungsleitern in die großen und kleinen Geheimnisse des Sportschießens eingewiesen. Mit großem Eifer und Freude versuchten alle immer wieder die Mitte zu treffen. Für die FSG Dießen war es ein Nachmittag, der die Herzen höher schlagen ließ. Mit großer Bewunderung wurde auf die Leistungen geblickt, die jeder Einzelne, welche Behinderung er auch immer hatte, bewältigte. Großer Respekt und Bewunderung galt aber auch Allen, die solche Veranstaltungen organisieren, begleiten und durchführen.

Nachdem die Freude auf beiden Seiten groß war, freut sich die Dießener Feuerschützengesellschaft bereits auf einen weiteren Besuch von Menschen mit und ohne Behinderung. Mit dem Eindruck, keine Angst vor Inklusion haben zu müssen, klang das Schießjahr 2017 für die FSG aus.