Höhepunkt war die Zirkuswoche Jugendtreff-Leiter Ralf Kleeblatt legt der Gemeinde Jahresbericht 2017 vor. Von Petra Straub

Petra Straub  17. Januar 2018

Die konzentrierte Arbeit mit den Tellern brachte diesen Ferienkindern bei der Zirkus-Aufführung viel Applaus ein. Foto: Wiesheu

Dießen – 2017 bot der Jugendtreff in Dießen wieder ein attraktives Freizeitprogramm für 14- bis 23-Jährige. Darunter Ausflüge und Ferienaktionen wie das beliebte Zirkusprojekt. Auch im und außerhalb des Jugendtreffs kamen die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen gerne zusammen – zum Feiern, Tanzen, Sport und zu Kreativkursen. Die gemeindeübergreifenden Ferienprogramme mit über tausend Buchungen sind „Aushängeschild der offenen Jugendarbeit in Dießen”. Die Marktgemeinde ist Motor der anspruchsvollen Ferienmaßnahmen. Allein 700 Anmeldungen hat es für die 39 Angebote aus Dießen in den Sommerferien gegeben, bilanziert Ralf Kleeblatt zum Jahreswechsel. Hundert seien es in den Oster- und Winterferien gewesen.

Das Ferienprogramm wird in Kooperation mit Ammersee-Gemeinden und örtlichen Vereinen gestemmt. Im Sommer konnten Sechs- bis 17-Jährigen rund sechzig Angebote gemacht werden. Höhepunkt war die Zirkuswoche in den Dießener Seeanlagen mit 120 Teilnehmern.

„Die für das Jahr 2017 gesetzten Ziele und Projekte konnten weitestgehend umgesetzt werden”, erläutert Ralf Kleeblatt, Leiter des Jugendtreffs in seinem Jahresbericht. Mit den Angeboten sei das Zusammenkommen von Jugendlichen über 15 Jahre gefördert worden. 14- bis 23-Jährige, die Zielgruppe der Einrichtung sind, treffen sich zum Fußball, Basketball und Tischtennis, zu HipHop und Shuffle Dance. Die Veranstaltungsreihe „Mit dem Jugendtreff unterwegs” bietet seit diesem Jahr Ausflüge zu Turnieren, Airhop, Lasertag oder Kart. Eine „schöpferische Pause” sei beim Kidz-Club, den Angeboten für jüngere Jahrgänge eingelegt worden, um den Älteren eine größere Aufmerksamkeit widmen zu können. In den Ferien sei jedoch auch für die unter 15-Jährigen viel geboten.

Mit der Abschaffung des Bierverbots im Frühjahr 2017 sei die Grundlage für eine neue Belebung des Treffpunkts geschaffen worden, so Kleeblatt rückblickend. Eine Gruppe von Jugendlichen ab 16 Jahren habe die Aufgabe übernommen, Partys im Jugendtreff zu organisieren. Die Jugendarbeit in Dießen bezeichnet der Leiter als zeitgemäß angebotsorientiert, offen und den aktuellen Gegebenheiten entsprechend. Neben geschlossenen und offenen Angeboten zu festen Öffnungszeiten würde der Jugendtreff für private oder Klassenfeiern genutzt. Zwanzig mal seien die Räumlichkeiten 2017 privat genutzt worden. Im Oktober war die Location im Rahmen der Musiknacht geöffnet. Für das Jahr 2018, in dem Kleeblatt noch bis Ende März im Amt sein wird (Bericht Seite 1), kann er sich vorstellen, dass weitere Livemusik-Veranstaltungen organisiert werden und sich interessierte Jugendliche intensiver mit digitaler Tontechnik beschäftigen. Voll ausgereizt sei die Möglichkeit, den Jugendtreff mit modernen Medien transparent zu machen. Über 500 Eltern, Jugendliche und Kinder informierten sich beispielsweise per Newsletter über die Angebote. Die Anzahl sei innerhalb von zwei Jahren mehr als verdoppelt worden. Zudem gebe es ein effektives Online-Informationssystem. Präventionsprojekte wurden 2017 wieder gestartet – ein Fußballturnier mit rund hundert Teilnehmern zum Umgang mit Alkohol und ein AIDS-Turnier, das 400 Euro für ein Projekt für Aidswaisen in Tansania abwarf.

Kleeblatt bezeichnet die Finanzausstattung von Dießens Jugendarbeit als angemessen und beispielhaft im Landkreis. Er erwähnt die gute Ausstattung (es gibt einen Bus und technische Geräte, die an Vereine und Organisationen verliehen werden), bedauert in seinem Bericht jedoch das Scheitern des Projekts Schüler- und Jugendcafé, das eine Beteiligung junger Bürger in der Gemeinde ermöglichen würde.