Monika Karsch Doppel-Europameisterin Weltrekord im Einzelfinale – Mannschaftsbronze für Michael Janker

ak  4. August 2017

Was für ein Tag für Pistolenschützin Monika Karsch (Mitte). Bei der EM in Baku holt sie im Einzel und mit dem Team Gold. Unser Bild zeigt sie mit Maria Grozdeva Bul (r.) und Klaudia Bres Pol. Foto: Jürgen Heise

Ammersee-West – Schon wieder ein riesiger internationaler Erfolg für Monika Karsch. Nach der Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Rio holte sich die gebürtige Rotterin nun am Freitag bei den Europameisterschaften in Aserbeidschan in ihrer Spezialdisziplin Sportpistole sowohl im Einzel als auch im Teamwettbewerb mit der deutschen Frauenmannschaft Gold. Im Einzelfinale stellte sie zudem mit 39 Treffern den bestehenden Welt- und Europarekord ein.

Es war der typische Auftritt der 34-jährigen Sportsoldatin. Nach der ersten Qualfikationsrunde Präzision lag sie mit 286 Ringen auf Rang 16 wie in Rio noch außerhalb der Finalplätze. Doch in Teil zwei, der Präzision, spielte sie ihre dortige Stärke wieder einmal voll aus. Mit insgesamt 582 Ringen erreichte sie als Siebte noch den Endkampf. Und hier war Monika Karsch dann nicht mehr zu bremsen. Bereits vor der letzten Fünferserie hatte sie den Titel vor der jungen Polin Klaudia Bres sicher. Für Olympiasiegerin Anna Korakaki aus Griechenland war im Finale Platz sechs Endstation.

Zusammen mit Michelle Skeries und Doreen Vennekamp durfte Monika Karsch auch noch über den Titelgewinn des deutschen Frauenteams jubeln. „Darauf habe ich hingearbeitet: ich wollte beim wichtigsten Wettkampf dieser Saison meine beste Leistung erzielen”, freute sich die frischgebackene Doppel-Europameisterin.

Eine Medaille aus Baku nach Hause bringt auch der Hagenheimer Michael Janker. Gemeinsam mit Andre Link und Maximilian Dallinger holte der als Mitglied des deutschen Herrentrios Bronze in der sogenannten Königs-disziplin mit dem Freien Gewehr. Für den Finaleinzug im Einzel reichte es für die deutschen Vertreter dagegen nicht. Michael Janker kam mit 1.148 Ringen in der Qualifikation auf Rang 15 noch am nächsten an dieses Ziel heran, doch auch ihm fehlten noch sechs Ringe. „Tja, ganz gut, aber nicht gut genug”, meinte dazu das Mitglied der FSG Dießen. Regelrecht vom Winde verweht wurden Jankers Hoffnungen im Liegendwettkampf Kleinkaliber.

Kräftige Böen ließen nicht nur Mützen wegfliegen und Fahnen von den Masten zerren, sie sorgten auch für unkontrollierbare Wettkampfbedingungen. Diesen fielen neben Michael Janker und dessen Teamkamerad Maxi Dalllinger auch weitere europäische Spitzenkräfte zum Opfer. Dal-linger und Janker kamen mit jeweils 612,1 Ringen auf den 21. und 22. Platz.

khf