Nach vier Jahren wieder ein Maibaum Am 1. Mai hat alles gepasst beim Fest der Freiwilligen Feuerwehr in Fischen

Dr. Sabine Vetter  3. Mai 2017

In Fischen ist es schon Tradition: Wenn sie die Arbeit vollendet haben, treffen sich alle Beteiligten unter dem neuen Maibaum für das wichtigste Foto. Dabei natürlich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, die Weißbacher Musikanten und die Trommler aus Raisting. Fotos (4): Vetter

Fischen – Am Morgen ließen sie sich kaum Zeit. Die Fischener Freiwillige Feuerwehr hatte eingeladen, und weil es ja hieß, es könnte bald regnen und noch stärker winden, ging alles zügig voran. Schon ein bisschen vor der angekündigten Zeit legten sie los, so dass die Besucher sich beeilen mussten, auch den Anfang mitzukriegen. Der Raistinger Trommlerzug begleitete gemeinsam mit der Weißbach Musi aus Fischen den 28 Meter langen Maibaum zu seinem Bestimmungsort. „Als man ihn im Wald fällte, hatte er wohl noch 32 Meter, aber da brach leider die Spitze ab,” erzählt Severin Werner, der beim Aufstellen kräftig zupackte. In knapp zwei Stunden stand der Baum dann in seiner Verankerung und konnte festgeschraubt werden. Unter dem Kommando von Franz Wörl und tatkräftiger Mitarbeit Werner Hains, beide vom Vorstand der Floriansjünger, brachten die Burschen ihre Schwalben immer wieder sicher in die neuen Positionen und so den Baum zielstrebig in die Senkrechte. „Raistinger und Pähler sind auch dabei, es ist immer gut, wenn man dabei zusammenhilft,” findet Severin. „Aber die Schwalben gehören der Gemeinde, die leiht man nicht aus”, weiß er. Wie auch, dass Hain und Wörl dem Baum seinen spiralförmig weißblauen Anstrich gaben. Immer wieder fiel ein besonderes Brett auf, das zur Stabilisierung beim Aufheben diente und viele Unterschriften zierte. Es war schon im Jahr 2000 dabei, damals schrieben alle ihre Namen darauf. Nun gehört es einfach dazu und man hält es in Ehren.

Der Baum ist gerade angekommen und in Stellung gebracht. Jetzt finden noch die letzten Besprechungen statt, was man beim Aufstellen beachten muss.

Maibaum-Schmuck in Wartestellung. Erst wenn der Baum wirklich sicher verankert ist, werden die Schilder angebracht, die über Tätigkeiten in der Gemeinde berichten.

Auch von Mundharmonika begleitet

Über den Köpfen der Bewunderer des neuen Maibaums sind sich Wetterhahn und die gerade erst gehisste Fahne einig, woher der Wind weht.

Da einige Fischener Burschen nicht nur kreativ bei der Weißbach Musi mitwirken, sondern ebenfalls in der Feuerwehr sind und beim Baumaufstellen anpacken wollen, begleitet ein Zuschauer immer wieder mit seiner Mundharmonika die Zeremonie. Fredl Braun aus Wielenbach spielt mal „Oh, wie ist das schön …”, mal das Deutschlandlied, bis sein Instrument leider aufgibt. „Jetzt sind die Töne kaputt, ich habe zu fest gespielt,” bedauert er. Aber dann übernahmen die Trommler und die Weißbach Musikanten schon wieder.

Während Milane über den Köpfen im Wind ganz unbeschwert ihre Kreise ziehen, werden noch die sieben Bänke versteigert, die aus dem alten Maibaum gezimmert und mit einem Brandzeichen, dem Fischener Wappen, versehen wurden. Die Fischener Feuerwehr und ihre Gäste sind sehr zufrieden. Ein Bursche freut sich nach getaner Arbeit und fasst es knapp in Worte: „Der Baum steht. Es hat nicht geregnet – einwandfrei!”