Telekom baut Breitband in Utting aus Günstigstes Angebot – Eigenanteil der Gemeinde Utting fällt geringer aus als erwartet

Dagmar Kübler  30. August 2016

Utting – Die Gemeinde Utting wird den Breitbandausbau in die Hände der Telekom legen. Diese bot den Ausbau um knapp 33 Prozent günstiger an als der zweite Anbieter Amplus. Vorbehaltlich der Zustimmung der Bundesnetzagentur zum Kooperationsvertrag und der Bewilligung der staatlichen Förderung wird die Telekom den Zuschlag für ihr Angebot in Höhe von zirka 982.000 Euro erhalten. Winfried Kopperschmidt von der Firma IK-T erläuterte in der letzten Gemeinderatssitzung das Ergebnis des Auswahlverfahrens und warf einen Blick auf das weitere Vorgehen. Er riet der Gemeinde, gemeinsam mit der Telekom eine Informationsveranstaltung für die Bürger abzuhalten. Wer bereits jetzt wissen wolle, welche Geschwindigkeit des Internetzugangs (Mbit) am jeweiligen Anschluss anliege, könne bei der Telekom nachfragen, so Kopperschmidt. Dort erhalte man auch Auskunft darüber, in welchem Ausbaugebiet sich der Anschluss befinde. Die einfachste Vorgehensweise sei, auf der Webseite der Telekom die Telefonnummer einzugeben.

Für die Angebotseinholung wurde Utting in drei Lose aufgeteilt. Los eins umfasst den Kernbereich, Los zwei Achselschwang sowie das Gewerbegebiet und Los drei die einzelnen Anschlüsse im Außenbereich. Dass diese in der Erschließung relativ teuer kommen, zeigte das Angebot: 375.000 Euro fallen auf Los eins, 275.000 auf Los zwei und 300.000 auf Los 3. Mindestens 50 Mbit im Download sollen durch den Ausbau erreicht werden; beim Glasfaserausbau sind 100 Mbit das Ziel. Kopperschmidt erläuterte die Vorgehensweise bei der Bewertung der Angebote, die zum Beispiel nach den Kriterien Service, technisches Konzept und Endkundenpreis geprüft wurden. Dass die Telekom günstiger anbieten könne liege unter anderem daran, dass sie bei der Trassenführung Freileitungen verwenden könne, so Kopperschmidt. Das bringe vor allem im ländlichen Raum Vorteile, da teure Erdarbeiten vermieden würden.

Mit FTTC-Technik (Kupferkabel) ausgestattet sind 895 Anschlüsse. Nach dem Konzept der Telekom sollen diese mindestens 30 Mbit erhalten; 97 davon werden mindestens 50 Mbit erreichen. Beim FTTB-Ausbau (Glasfaserkabel) sollen mindestens 63 Anschlüsse 100 Mbit erreichen. „Damit wird die geforderte Versorgungsleistung erfüllt”, folgerte Kopperschmidt.

Der Förderbeitrag, den die Gemeinde bei einem Fördersatz von 70 Prozent auf die wirtschaftliche Lücke von zirka 344.000 Euro erhält, beträgt zirka 241.000 Euro. Der Eigenanteil fällt mit rund 103.000 Euro geringer aus als erwartet; im Haushalt waren etwa 177.000 Euro dafür vorgesehen. Der Förderantrag wird zeitnah eingereicht, versprach Kopperschmidt.