Hubert Mahler: Mann mit Weitblick Echings Altbürgermeister ist im 86. Lebensjahr verstorben – Ein Macher mit Ecken

Alois Kramer  30. Oktober 2015

Der Kommunalpolitiker Hubert Mahler war sehr beliebt bei der Bevölkerung und hatte stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Mitbürger. Privat war er ein großer Gartenliebhaber. Foto: oh

Eching – Vor Kurzem ist Echings Albürgermeister Hubert Mahler verstorben. Der Baumeister und Architekt lenkte als 1. Bürgermeister von 1984 bis 1996 die Geschicke der Ammersee-Gemeinde. In dieser Zeit war er zugleich sechs Jahre lang stellvertretender Vorsitzender der Gemeinschaftsversammlung sowie zwölf Jahre lang im Ausschuss des Wasserzweckverbandes Ammersee-West und des Abwasserzweckverbandes Ammersee West.

Für seinen Weitblick, sein Engagement und sein Durchsetzungsvermögen war der Kommunalpolitiker bekannt. Noch im Juni diesen Jahres war der Ruheständler und Familienmensch, der vor allem seinen Garten und die Musik liebte, bei der 950-Jahr-Feier von Eching dabei.

Hubert Mahler war kein gebürtiger Echinger. Er zog 1973 mit 44 Jahren in die Ammersee-Gemeinde.

Kampf für den Echinger Tunnel

In seine Amtszeit fiel der Bau der Autobahn mit dem Kampf Echings um einen Tunnel, die Errichtung des Kindergartens und die Ausweisung eines großen Baugebiets im Norden der Gemeinde, das heute zu den schönsten Wohngebieten der Gemeinde gehört.

Siegfried Luge, der im Jahr 1996 Nachfolger von Mahler im Echinger Rathaus wurde, sagte in seiner Trauerrede, dass „Altbürgermeister Hubert Mahler sich in seinem Amt von Anfang an bemüht hatte, das Gemeinsame, das einander Verbindende besonders heraus zustellen. Er hielt es für unabdingbar, dass gerade auf der kommunalen Ebene der Gemeinde auf parteipolitische Profilierungsversuche verzichtet und das kommunale Ehrenamt als gewählter Vertreter der Bürgerinnen und Bürger stattdessen als Dienst am Gemeinwohl aller verstanden wird.”

Luge, der vom Ableben seines Amtsvorgängers erschüttert war, lobte Mahler als einen Wegbegleiter in der Kommunalpolitik für 35 Jahre und Freund, der ihm zur Seite stand.

Die Bürger der Kommune schätzten, dass er immer und überall ansprechbar war, sich für ihre Anliegen Zeit nahm und stets ein offenes Ohr hatte.

Luge betonte, dass es ihm gelang, seine Sicht der Dinge mit der ihm eigenen Überzeugungskraft auch anderen zu vermitteln. „Er pflegte einen eigenen Stil und führte die Gemeinde nach dem Motto: „Leben und leben lassen”, mit lockerer und einfühlsamer, aber – wenn es erforderlich wurde – auch mit starker und durchsetzungsfähiger Hand.” Luge ergänzte: „Wir spüren den Verlust einer großen Persönlichkeit.”