Fischen-Aidenried.– Die Lücke im Radweg Herrsching – Fischen ist wieder um 600 Meter geschrumpft und das Staatliche Bauamt Weilheim strebt den endgültigen Lückenschluss bis zur Gaststätte Aidenried für das Jahr 2011 an. Verstärkt wollen sich auch die Landräte Friedrich Zeller, Weilheim-Schongau, Karl Roth, Starnberg und Walter Eichner, Landsberg dafür einsetzen, dass es zu einem für Radfahrer und Wanderer ungefährlichen Geh- und Radweg rund um den Ammersee kommt, bei dem man nicht die bestehenden vielbefahrenen Straßen rund um den Ammersee nutzen und überqueren muss.
Fischen-Aidenried.– Die Lücke im Radweg Herrsching – Fischen ist wieder um 600 Meter geschrumpft und das Staatliche Bauamt Weilheim strebt den endgültigen Lückenschluss bis zur Gaststätte Aidenried für das Jahr 2011 an. Verstärkt wollen sich auch die Landräte Friedrich Zeller, Weilheim-Schongau, Karl Roth, Starnberg und Walter Eichner, Landsberg dafür einsetzen, dass es zu einem für Radfahrer und Wanderer ungefährlichen Geh- und Radweg rund um den Ammersee kommt, bei dem man nicht die bestehenden vielbefahrenen Straßen rund um den Ammersee nutzen und überqueren muss.
Der jetzt neu gebaute Geh- und Radweg hat eine Länge von rund 600 Metern und liegt je zu einem Teil in den am Ammersee angrenzenden Landkreisen Weilheim und Starnberg. Von Norden kommend wurde der bestehende Straßen begleitende Geh- und Radweg ins Erholungsgelände Wartaweil geführt. Dort nutzt der Weg eine Geländetrasse und schließt an das bestehende Wegenetz an. Vom Froschgartl in Richtung Süden verläuft er im Uferbereich des Ammersees und endet provisorisch zirka 400 Meter nördlich der Gaststätte Aidenried.
Aus Gründen des Naturschutzes und der Durchlässigkeit wurden weite Teilbereiche des Weges nicht asphaltiert, sondern mit Kies befestigt, erläuterte Baudirektor Günther Grafwallner. Dank der konstruktiven Mithilfe der Gemeinden, des amtlichen Naturschutzes, der Naturschutzverbände, der Bayerischer Schlösser- und Seenverwaltung und des Erholungsflächenvereins konnte eine für alle vertretbare Lösung gefunden werden. Und deshalb hofft das Bauamt, dass dies auch für die wenigen Meter möglich wird, auf denen die Radfahrer heute noch auf der Straße fahren müssen. Grafwallner zeigte die weitere Planung auf. Für den Lückenschluss nach Süden ist angedacht, die bestehende Staatsstraße leicht nach Osten abzurücken und den Geh- und Radweg auf dem verbleibenden Straßengrund bis zur Gaststätte Aidenried zu führen. Der landschaftsprägende Baumbestand im Bereich der Uferböschung bliebe dadurch erhalten. Leider scheitert der geplante Lückenschluss derzeit an den Grunderwerbsverhandlungen mit den betroffenen Grundbesitzern. Landrat Zeller hofft jedoch, dass dieses Problem auch gelöst werden kann, da von Seiten der Bevölkerung der Ausbau des Radwegs vehement gefordert wird und auch „der Landkreis Geld für dieses Vorhaben in die Hand nimmt.“
Mit dem Rad rund um den Ammersee
Seit Jahrzehnten versuchen die an den Ammersee angrenzenden Gemeinden und Landkreise einen durchgehenden Weg rund um den Ammersee zu schaffen. Am Westufer ist dies weitgehend gelungen. Hier ist die größte Lücke noch zwischen Raisting und Dießen. Um sie zu schließen, haben die beiden Gemeinden bereits konkrete Vorstellungen. Am Ostufer ist der Radweg zwischen Stegen, Inning, Breitbrunn und Herrsching nur in Teilen vorhanden.
Selbst der am stärksten von Radfahrern genutzte Abschnitt zwischen Herrsching und Fischen hatte noch eine große Lücke. Sie wurde jetzt bis auf wenige hundert Meter geschlossen. Auch hier wird bereits intensiv geplant.
Die Anfänge des Radweges zwischen Herrsching und Fischen gehen bis in die frühen achtziger Jahre zurück. Damals baute das Straßenbauamt München die Staatsstraße aus. Parallel dazu verblieb ein Weg, der seither zur Erschließung der angrenzenden Häuser, aber auch als Radweg dient.
Radweg führt auch in den Süden
Wenige Jahre später baute auch das Straßenbauamt Weilheim einen Parallelweg zwischen Fischen und der Gaststätte Aidenried. Dennoch blieb über Jahrzehnte eine gut einen Kilometer lange Lücke, erläuterte Grafwallner. Zwar gab es auch schon Planungen, sie scheiterten aber stets an den notwendigen Eingriffen in die sensible Natur am Ammerseeufer oder an dem für diesen Ausbau notwendigen Grunderwerb. Mit den in den letzten Jahren durchgeführten Verbesserungen an der Staatsstraße zwischen Herrsching und Fischen war auch der Weg für den Radweg vorgezeichnet.
Der Radweg Herrsching – Fischen ist aber nicht nur Teil des Radweges rund um den See, sondern er führt weiter in Richtung Weilheim. Zwischen Fischen und Pähl ist er bereits vorhanden. Aber dann müssen die Radfahrer entweder auf der hoch belasteten Kreisstraße Richtung Wielenbach fahren oder auf schlecht ausgebaute und umwegige Feldwege ausweichen. Mit dem Neubau der Umgehung von Pähl wird auch ein Parallelweg westlich der Umgehung gebaut. Er kann als Radweg genutzt werden und endet erst an der Gemeindestraße Richtung Wielenbach. Ab dort können die Radler auf schwach belasteten Straßen und Wegen zum großen Radwegenetz in und um Weilheim gelangen. rf.
Fotos:
Der neugebaute Radweg am Ufer des Ammersees: Baudirektor Günther Grafwallner (Zweiter v. links) mit den Landräten Friedrich Zeller, Weilheim, Karl Roth, Starnberg und Pähls 2. Bürgermeister Johann Weber (v. links).
Der nur teilasphaltierte Radweg wird von den Radfahrern schon fleißig genutzt. Fotos (3): Fellner
Direkt am Ammerseeufer entlang führt der neugebaute Radweg, unterhalb der Staatsstraße von Aidenried zum „Froschgartl“ ins Erholungsgelände. Das noch fehlende Teilstück soll im kommenden Jahr fertig gebaut werden.