320 Seiten über die Heimat Das neue Jahrbuch Lech-Isar-Land 2018 ist erschienen

pm  1. Dezember 2017

Region – Es ist wieder soweit, das neueste heimatkundliche Jahrbuch Lech-Isar-Land ist soeben erschienen, und so können sich die Freunde unserer Heimat zwischen Lech und Isar wieder an vielen Beiträgen zu Themen aus dieser Region freuen. Unter der Schriftleitung von Kreisheimatpfleger Klaus Gast aus Weilheim haben wieder viele qualifizierte Autoren mit Aufsätzen zu Themen aus den Bereichen Geschichte, Kunst, Kultur, Musik, Technik und Literatur zum Gelingen des traditionellen Jahrbuchs beigetragen. Seit 1924 erscheint diese Publikation jährlich und will die oberbayerische Heimat zwischen den beiden großen Alpenflüssen den Lesern in vielen Facetten näher bringen. Auf dem Umschlag des Jahrbuches ist heuer eine Postkarte von 1925 zu sehen, diese zeigt das damals neue Walchenseekraftwerk am Kochelsee und verweist auf die im Jahrbuch beschriebene, interessante Geschichte dieses technischen Meisterwerks aus dem frühen 20. Jahrhundert. Weitere Beiträge behandeln Wetterbeobachtungen zum Schneefall vom Hohen Peißenberg und aus Garmisch, stellen Auszüge aus einem Tagebuch Josephine Hartlmaiers aus der Zeit des 1. Weltkrieges vor, oder bieten erstmals eine Übersetzung (samt Erläuterungen) zu der Topographie Bayerns von Philipp Apian (1531-1589). (Heuer Teil Weilheim, nächstes Jahr Teil Landsberg) Dane-ben wird auch der Geologin Dr. Edith Ebers gedacht, die als „Gletscherfräulein” eine der ersten alpenländischen Naturschützerin war.

Weitere Beiträge behandeln den kürzlich errichteten Gedenkstein an der Römerstraße zwischen Weilheim, Wielenbach und Pähl, oder eine wissenschaftliche Be-trachtung der Wirtschaftsweise im ehemaligen landwirtschaftlichen Gut des Klosters Polling. Daneben behandeln weitere Aufsätze den Weilheimer Maler Anton Mangold, das 40-jährige Bestehen des Weilheimer Kammerorchesters oder das Leben das Marnbacher Lehrers und engagierten Vereinsgründers Ferdinand Fendt. Außerdem wird den Haunshofer Sängern und Sängerinnen als legendäre Volksmusiker ein Denkmal gesetzt und ein Einblick in ihr Jahrzehnte langes musikalisches Arbeiten gewährt.

Für Landsberg/Dießen

Der Historiker Dr. Stefan Trinkl beschreibt in seinem Aufsatz „Dorfpfarrer als Bauern und Wissensvermittler” die vielseitige Bedeutung der Dorfpfarrer im Raum Landsberg im 19. Jahrhundert.

Im Aufsatz „Barbaras Wallfahrtstod anno 1703″ behandelt Horst Reimann die Ermordung der Allfahrerin Barbara aus Thaining, die auf ihrem Weg nach Andechs von marodierenden Hu-saren ermordet wurde. Lyrik in mundartlicher Sprache von Hans Schütz besingt z. B. den Lech als Opfer der Energiegewinnung.

Stephan Bammer behandelt in seinem Aufsatz „Kurfürst Max Emanuel, Graf Hörwarth von Hohenburg und die Aufständischen von 1705″ einen Landtausch im Vertrag von 1715, der dafür sorgte, dass etliche Güter die bis dahin zum Landgericht Tölz gehörten an die Hofmark Hohenburg abgetreten wurden, wodurch auch der Grundstock für die spätere Gemeinde Lenggries gelegt wurde. Ein weiterer Beitrag zum Thema Volksmusik behandelt den Volksmusiker und späteren Starnberger Heimatpfleger Alfons Köbele und seine Wirken, insbesondere mit den Ohlstäd-ter Sängern in den frühen 1930er Jahren Ein handschriftlicher Jodler aus seiner Feder von 1945 ist auf dem umseitigen Buchumschlag abgedruckt.

Das heurige Jahrbuch ergänzt den riesigen Schatz an heimatkundlichen Aufsätzen, die seit Gründung des Heimatverbandes veröffentlicht wurden und die stichwortartig auf der Homepage www.heimatverband.lech-Isar-Land.de zu finden sind.

Das Buch ist für 15 Euro beim Ammersee Kurier und im regionalen Buchhandel erhältlich.