„Was ist Kohle wert?“ Der Dießener Nachwuchsfilmer Bernhard Holzer präsentierte seinen zweiten Film

Daniel Wiesheu  11. Juli 2017

Nachwuchsfilmemacher Bernhard Holzer, r., und die Hauptdarsteller seines zweiten Filmes nehmen nach der Vorstellung den Applaus des begeisterten Publikums entgegen. Der nächste Film wird bereits geplant. Foto: Wiesheu

Dießen – Sonntag, Regen in Strömen – diese Kombination eignet sich wohl perfekt für einen Kinobesuch. Dies kommt auch Bernhard Holzer (18) zu Gute, der in Saal 1 des Dießener Kinos seinen Film „Was ist Kohle wert?“ zum ersten Mal der Öffentlichkeit zeigt. Es ist bereits die zweite Produktion des Nachwuchsfilmemachers. Vor gut zwei Jahren präsentierte Holzer seinen ersten Film „Schnaps statt Schwarztee“ an gleicher Stelle.

Ein Film zum Nachdenken

In „Was ist Kohle wert?“ steht ein Kohleunternehmen kurz vor der Insolvenz. Doch dann entdeckt dessen Chef, gespielt von Bernhard Holzer, eine Möglichkeit, das Unternehmen zu retten. Die ist jedoch nicht ganz legal und kostet womöglich sogar Menschenleben. Und hier liegt auch schon die Kernfrage des Films: Wie weit sind Menschen bereit, für wirtschaftlichen Erfolg zu gehen? Wie viel ist Geld wirklich wert? Der Film regt zum Nachdenken darüber an, wo ethische und moralische Grenzen liegen, wenn es ums Geschäfte machen geht und welche Rolle der Faktor Mensch noch spielt.

Freunde vor und hinter der Kamera haben ihm geholfen

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Holzer überzeugt auch diesmal wieder mit ungewöhnlichen Perspektiven und schnellen Schnitten. Die sorgen für einen starken Spannungsaufbau. Auch der passende Einsatz von Farben, Licht und Musik trägt seinen Teil dazu bei. Zum Einsatz kamen diesmal zudem Spezialeffekte und aufwendige Computeranimationen. Diese und weitere Elemente, wie eine packende Stuntszene, fesselten das Publikum. Gedreht wurde in und um Dießen an Orten mit Wiedererkennungswert, zum Beispiel dem Ammersee-Gymnasium oder in der Zinngießerei Schweizer.

Holzer hat zwei Jahre an dem Projekt gearbeitet und dafür einen großen Teil seiner Freizeit investiert. Auch seine Mannschaft war mit großem Einsatz bei den Dreharbeiten dabei. Insgesamt haben 50 Personen die Arbeiten am Film unterstützt.

Mit großem Applaus wurden Holzer und die Schauspieler am Ende der Vorstellung vom begeisterten Publikum belohnt.

Wie bereits beim ersten Film wurde Holzer sowohl vor als auch hinter der Kamera von Freunden, Verwandten und Bekannten unterstützt.

Sogar ein Lehrer Holzers wirkte in einer kleinen Rolle mit. Finanziert wurde der Film durch Spenden von Unternehmen und Vereinen aus der Region. Um diese bat Holzer auch am Ende der Vorstellung – denn die Planung für den nächsten Film läuft bereits. Das Genre steht schon fest: es bleibt actionreich.

Bernhard Holzer

Der Dießener Bernhard Holzer, Jahrgang 1999, dreht seit mehr als vier Jahren Filme. Vor zwei Jahren hatte er einen fünfzigminütigen Film veröffentlicht. In der Dießener Kinowelt präsentierte er sich jetzt mit seinem neuesten Werk: „Was ist Kohle wert?“ Holzer hat heuer sein Fachabitur bestanden und freut sich auf sein nächstes Projekt. Die erste Kamera hielt er mit 13 Jahren in der Hand. Seitdem hat ihn die Filmerei nicht mehr losgelassen.