Auf Wiedersehen „Mama Geli“ Angelika Mayr, die „Perle vom Pfarrbüro“, geht nach 21 Jahren in den Ruhestand

ak  19. Mai 2017

Geli Mayr vom Pfarrbüro Mariä Himmelfahrt wurde von Pfarrer Josef Kirchensteiner im Rahmen eines Gottesdienstes feierlich verabschiedet. Fotos (2): Perzul

Dießen – Es hätte feierlicher nicht sein können. Goldene Sonnenstrahlen der Abendsonne schienen durch das große Kirchenportal und die Fenster des Dießener Marienmünsters, als Pfarrer Josef Kirchensteiner am vergangenen Samstag den Vorabendgottesdienst zelebrierte. Zusammen mit seinem Vorgänger Pfarrer Manfred Mayr und Pfarrer Hans Schneider verabschiedete der Dießener Pfarrer dabei auch die langjährige Pfarrsekretärin Angelika Mayr in den Ruhestand.

21 Jahre lang leitete Angelika Mayr, bei vielen nur kurz „Geli“ genannt, die Geschicke im Dießener Pfarrbüro. War Anlaufstelle für alle kirchlichen Anfragen, Koordinatorin unzähliger Veranstaltungen in der Pfarrgemeinde, begleitete vier Priester im Laufe ihrer Dießener Amtszeit und war auch Ansprechpartnerin für vier Kirchenpfleger und viele Mitglieder des Pfarrgemeinderates in der Gemeinde. „Welche Unterlagen brauche ich für eine Taufe?“, „Wir müssen den Traidtcasten für eine Veranstaltung reservieren.“ oder „Was muss man für eine kirchliche Trauung organisieren?“ Geli Mayr konnte schnell mit ihrer unkomplizierten und offenen Art helfen und viele Fragen beantworten. Kaum eine kirchliche Veranstaltung gab es, bei der Geli Mayr nicht mitwirkte. Hauptsächlich im Hintergrund, still und zurückhaltend, immer eine helfende Hand oder ein freundliches Wort parat. Oft stand sie bei Festlichkeiten auch am Wochenende im Traidtcasten in der Küche, kochte Kaffee oder half, wo immer sie gebraucht wurde.

Nach dem Gottesdienst verabschiedete sich die Pfarrei von ihrer Pfarrsekretärin.

Pfarrer Josef Kirchensteiner bezeichnete Geli Mayr als einen wichtigen „lebendigen Stein“ in der Kirchengemeinde – angelehnt an die Lesung des Apostels Paulus im Gottesdienst. Mit ihrer zuverlässigen, gewissenhaften und freundlichen Art sei sie ein Vorbild für die Kirchengemeinde. Er lasse sie daher nur sehr ungern in den wohlverdienten Ruhestand gehen, fügte Pfarrer Kirchensteiner hinzu.

„Wir sind einfach dankbar für die 21 Jahre, die wir mit dir verbringen durften“, betonte Kirchenpfleger Peter Keck. Den Spitznamen „Mama Geli“ habe sich Angelika Mayr im Laufe der vergangenen Jahre mehr als verdient, erinnert Keck weiter. „Deine Umsicht, dein Einfühlungsvermögen, das Zuhören, dein „Komm, des geht scho!“ und immer ein gutes Wort für jedermann“ – dem Kirchenpfleger fiel der Abschied wie den anderen Beteiligten sichtlich schwer. Geli Mayr habe der Kirche im Ort ein Gesicht gegeben, so Keck. Als richtige „Perle“ bezeichnete auch Manfred Mayr die scheidende Pfarrsekretärin und erinnerte an die gemeinsame Zeit, die sie beide in der Pfarrei verbrachten.

Sichtlich gerührt nahm die Mutter zweier Kinder und Oma von drei Enkelkindern ihre Geschenke von der Pfarrei und dem Pfarrgemeinderat entgegen und dankte ihnen für die jahrelange sehr gute Teamarbeit. Sie bekam ein liebevoll gestaltetes Fotobuch mit zahlreichen Erinnerungen aus den vergangenen 21 Jahren, einen Rosenstock mit kleinen angehängten Glückwunschzetteln und eine wunderschöne Keramik-Gartenkugel aus dem Hause Loesche. Bei kleinen Häppchen und einer Erfrischung stießen die Kirchengänger im Anschluss an den Vorabendgottesdienst im Stephanshof zusammen mit Geli Mayr auf ihren Ruhestand an. Als eine der vier Beisitzerinnen im Vorstand des Katholischen Frauenbundes, zu der sie erst im letzten Monat gewählt wurde, bleibt sie der Pfarrgemeinde jedoch erfreulicherweise weiter erhalten.

sp