Tosbecken bekommt Stufen Der Marktgemeinderat genehmigte die Ausführung in Bayerwald-Granit

Petra Straub  16. Mai 2017

Noch sieht der Bereich am Tosbecken wenig einladend aus. Im Herbst soll dort mit dem Bau eines Wasserbassins begonnen werden. Sitzstufen und eine nächtliche Beleuchtung sollen die Aufenthaltsqualität und Sicherheit in dem Bereich erhöhen. Foto: Straub

Dießen – In diesem Sommer kann man die Füße am Dießener Mühlbach noch nicht kühlen. Doch voraussichtlich im Herbst soll an das Tosbecken beim Eiscafé in der Mühlstraße ein rechteckiges und zirka vier Meter breites Wasserbassin mit Sitzgelegenheiten und Stufen angebaut werden. Bei der vergangenen Marktgemeinderatssitzung wählte das Gremium Materialien für die Ausführung aus. Insgesamt wurden für die Investition 90.000 Euro veranschlagt.

Das Becken, die drei 15 Zentimeter hohen und fünfzig Zentimeter tiefen Stufen ins knietiefe Wasser sowie das winkelförmige Sitzpodest werden aus Bayerwald-Granit gearbeitet, mit dem auch die Mühlstraße und der Untermüllerplatz gepflastert sind. Das Gremium zog diesen Vorschlag von Stephan Geier von der Landsberger Ingenieurgemeinschaft Wittke einer Ausführung aus Beton vor.

In Verlängerung des Gehwegs über die Mühlbachbrücke werden zwei Sitzbänke – eine mit und eine ohne Lehne – aufgestellt. Den Vorschlag einer langen Bank hat der Marktgemeinderat verworfen. Für die Möblierung werden bereits vorhandene Bänke am Tosbecken beziehungsweise südlich der Brücke verwendet. Entlang der Mühlstraße werden vier optisch darauf abgestimmte Hocker, ebenfalls mit Metallgestell und Holzauflagen angeordnet. Die Geländer ins Bassin und zur Abgrenzung des Bassins vom Tosbecken am Wasserfall werden in der Ausführung dem Geländer der Mühlbachbrücke angeglichen. Ratsmitglied Thomas Hackl (Freie Wähler) hatte vorgeschlagen, die einzelnen Elemente im Stil des Brückengeländers mit Edelstahlhandlauf zu fertigen.

Edgar Maginot monierte, dass Kinder auf den Geländersprossen empor steigen und ins Tosbecken fallen könnten. Daraufhin verständigte man sich darauf, den aus dem Wasser ragenden Handlauf zu krümmen, um dies zu verhindern. Weiter sollen Kinder mit Pflanztrögen davon abgehalten werden, von der Stützmauer des erhöhten Wasserfalls herunterzufallen.

Das Gremium folgte dem Vorschlag von Ratsvertreter Michael Behrendt (UBV), die Pflanztröge funktional und unauffällig zu gestalten. Pflegeleicht sollen sie sein, wünscht sich Thomas Hackl. Abends sollen der Wasserfall und die Pflanzen angestrahlt und das Becken mit umlaufenden LED-Leuchtbändern im Boden beleuchtet werden. Dieser Vorschlag Geiers gefiel den meisten Räten – aus atmosphärischen und aus Sicherheitsgründen. Gemeinderat Martin Brink (Freie Wähler) glaubt damit auch „Pizzapartys“ („Licht vertreibt Gesindel“) zu unterbinden. Unter den Bänken soll zudem die Möglichkeit einer Beleuchtung geschaffen werden. Ob diese umgesetzt wird, ist noch unklar. Nicht umgesetzt wird der Vorschlag Geiers, auf der Südseite des Tosbeckens ein Stahlobjekt in Form eines Mühlrads anzubringen, um vor dem Maschendrahtzaun einen Blickfang zu schaffen. „Das ist nicht, was wir uns vorstellen“, so Bürgermeister Herbert Kirsch (Dießener Bürger).

Ans halbrunde Tosbecken (unten im Bild) wird ein knietiefes Wasserbassin gebaut, an dem man mit dem Wasser in Berührung kommen kann. Sitzgelegenheiten an der Straßenseite sowie in Verlängerung der Brücke bieten Platz für eine Rast. Grafik: Ingenieurgemeinschaft Wittke