Planung Bau VR-Bank schreitet voran In Utting wird zunehmend innerorts nachverdichtet

Dagmar Kübler  16. Mai 2017

An der Ecke Schondorfer Straße und Seefelderhofberg plant die VR-Bank ein Wohn- und Geschäftshaus. Bei der Gelegenheit will die Gemeinde auch eine bessere Lösung für den „Schilderwald“ finden. Foto: Kübler

Utting – An der Ecke zwischen Schondorfer Straße und Seefelderhofberg in Utting will die VR-Bank – wie berichtet – ein Wohn- und Geschäftshaus mit Tiefgarage im Rahmen eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans errichten. Dieser wurde nun in einigen Punkten geändert, wie Peter Gradl vom Ingenieurbüro Gradl aus Schondorf erläuterte. So werden Vorhabens- und Erschließungspläne nicht in einem Plan zusammengefasst, sondern es werden zwei Pläne erstellt. Grund dafür ist unter anderem, so Gradl, dass bezüglich der Nutzung des Obergeschosses bei der VR-Bank noch Unsicherheit besteht. Geplant und in den Plänen festgesetzt ist zwar eine gewerbliche Nutzung, jedoch will sich die Bank die Möglichkeit offen lassen, dort auch Wohnraum, wie im Obergeschoss, zu errichten. Dies ist nur im Rahmen von zwei Verträgen möglich: Wird eine Änderung notwendig, ändern sich nur der Vorhabenplan und Durchführungsvertrag, nicht jedoch der Bebauungsplan. „So bleiben der Bank alle Optionen offen“, sagte Gradl. Jedoch bedürfen Änderungen der Zustimmung des Gemeinderates.

Das Bauvorhaben liegt in einem Mischgebiet; das Maß der baulichen Nutzung beträgt 450 Quadratmeter überbaubare Grundfläche. Die Wandhöhe wird 6,90, die Firsthöhe 11,68 Meter betragen. Die Einfahrt liegt an der Schondorfer Straße, ausgefahren wird auf den Seefelderhofberg. Dort liegen auch Ein- und Ausfahrt der Tiefgarage. Geplant sind 14 Tiefgaragen- und sieben Außenstellplätze. Im Erdgeschoss des Gebäudes werden sich die Räume der Bank befinden; außerdem soll sich dort ein Café ansiedeln. Für Erstaunen sorgte die Aussage Gradls, er habe sich bei der Berechnung der Material- und Dämmwerte des Gebäudes an den Zahlen der Verkehrszählung 2015 orientiert. Trotz mehrmaliger Nachfrage liegen diese der Gemeinde noch immer nicht vor; sie wurde auf Sommer 2017 vertröstet.

Schönere Beschilderung gewünscht

Helmut Schiller (SPD) war wichtig, dass das Gebäude behindertengerecht ist. Der Eingang in die Bank sei ebenerdig, so Gradl. Alle vier Geschosse seien mit einem Aufzug erreichbar und auch die Toiletten seien behindertengerecht. Claudia Sauter (CSU) drang darauf, die Gelegenheit zu nutzen, um den Schilderwald an der Kreuzung zu beseitigen und die Beschilderung schöner zu gestalten.

Bürgermeister Lutzenberger wies darauf hin, dass hierbei Verkehrs-, gemeindeeigene und private Schilder unterschiedlich zu behandeln seien. Für die Schilder der Firmen will der Gewerbeverband bis Ende Mai einen Vorschlag präsentieren. Der Gemeinderat billigte die Entwurfsplanung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans und des Vorhabens- und Erschließungsplans einstimmig.

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Bauvorhaben VR-Bank schreitet voran

Flachdach im Süden von Utting nicht erwünscht – Zunehmende Nachverdichtung im Ort

In der Andechser Straße 1 soll an ein bestehendes Zweifamilienhaus ein Einfamilienhaus angebaut werden. Dafür ist eine Änderung des Bebauungsplans „Utting Süd“ notwendig, der der Gemeinderat sein Einverständnis erteilte. Eine Abfuhr erhielt allerdings die geplante Dachform, ein Flachdach. Dieses eigne sich optisch und funktional besser zum Anschluss an das Bestandsgebäude, so die Begründung des Bauwerbers. Da ein generelles Recht für das Baugebiet daraus abgeleitet werden kann, konnte sich der Gemeinderat jedoch nicht dafür erwärmen.

Er verlangte vielmehr, dass das Gebäude mit einem Satteldach errichtet werden soll, dessen Dachneigung sich der Gradzahl des Bestandes anzupassen habe.

An das ältere Einfamilienhaus in der Schlesierstraße soll im Osten und Süden angebaut werden. Foto: Kübler

Nachverdichtung in der Schlesierstraße

Zum zweiten Mal beschäftigte sich der Gemeinderat mit dem Bau eines Wohnhauses mit Ladengeschäft im Gries 9. Zwar hatte die Gemeinde bereits ihr Einverständnis erteilt, das Landratsamt Landsberg jedoch nicht. Aufgrund der Grenzlage können die erforderlichen Abstandsflächen nicht eingehalten werden, eine nachbarliche Beeinträchtigung sei die Folge, so die Begründung dafür, dass das Vorhaben nicht genehmigt werden konnte.

Laut der vom Bauwerber geänderten Planung steht das Haus nun 1,50 Meter näher an der Straße und schließt mit dem Nachbargebäude bündig ab. Zudem hat das Gebäude nunmehr nur noch ein Dach und nicht, wie vormals geplant, zwei Giebel. Der Gemeinderat erteilte sein Einverständnis. Große Baumaßnahmen sind in der Schlesierstraße 2 geplant. Das Grundstück, auf dem bereits ein älteres Einfamilienhaus steht, wurde geteilt.

An das Bestandgebäude soll nun im Süden und im Osten angebaut werden. Im Süden handelt es sich um einen Anbau mit einer Größe von 5,18 mal 7.90 Metern, zwei kleine Wohneinheiten sollen dort Platz finden. Die Wohnung im Dachgeschoss wird über eine Außentreppe erreichbar sein. Nach Osten hin wird ein Neubau mit den Maßen 14,25 mal 8 Metern angebaut und zudem ein Carport errichtet.

Auch hier soll die Wohnung im Dachgeschoss, eine Einliegerwohnung, über eine Außentreppe erschlossen werden. Der Gemeinderat erteilte sein Einverständnis einstimmig.