Hochwasserschutz für Riederau Verschönerungsverein Riederau führt interessierte Bürger durch Staatsforst bei Bierdorf

pm  11. April 2017

Etwa ein Dutzend Bürger beteiligten sich an der Führung entlang des Gruberbachs. Alwin Rammo veranschaulichte an Beispielen die Zusammenhänge von naturnaher Forstwirtschaft und dem Wald als Hochwasserschutz. Foto: Stephan Widler

Riederau – Bei schönstem Frühlingswetter folgten am Sonntagnachmittag rund ein Dutzend Interessierte der Einladung des Verschönerungsvereins Riederau 1902 e. V. Bei der Führung entlang dem Gruberbach, im Staatsforst westlich von Bierdorf, erklärte Alwin Rammo (Bayerische Staatsforsten, Forstbetrieb Landsberg, Revier Hagenheim) sehr anschaulich und mit vielen Beispielen die Zusammenhänge zwischen einer naturnahen Forstwirtschaft und dem Wald als Hochwasserschutz. Der im Forst freifließende Gruberbach verfügt hier über zahlreiche Überschwemmungsflächen, die beim Ansteigen des Pegels nach starken Regenfällen überflutet werden können. Der nachhaltig bewirtschaftete Mischwald sorgt durch regelmäßige Verjüngung für einen gut durchwurzelten Waldboden. Dieser nimmt das Wasser auf wie ein Schwamm und ist dadurch ein wichtiger Puffer für große Mengen Regen- und Schmelzwasser. Der Wald übertrifft dabei alle anderen Nutzungsformen wie Wiesen oder Äcker um ein Vielfaches. Auch die Möglichkeit, Regen bereits in Tröpfchenform an den Nadeln und Blättern zu speichern, zeichnet den Mischwald als Hochwasserpuffer aus. In knapp zwei Stunden erlebten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Wald von einer ganz besonderen Seite.