Zum Schluss dankt Heiliger Remigius Raistinger Mesnerin Sophie Schmid verabschiedet – Gabriele Fischer Nachfolgerin

Petra Straub  10. Februar 2017

Zum Schluss gab‘s Pizza und Eis von der scheidenden Mesnerin Sophie Schmid und ihrem Mann Hubert (Bildmitte) für die Raistinger Ministranten. Diese bedankten sich mit Blumen und Geschenkkorb für die Unterstützung beim Kirchendienst. Foto: Straub

Raisting – Beim Sonntagsgottesdienst wollten sich die Raistinger Katholiken, allen voran Pater Jakob Panankala, Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung von ihrer langjährigen Mesnerin verabschieden und ihr für die geleistete Arbeit Vergelt‘s Gott sagen. Doch leider konnte Sophie Schmid aus gesundheitlichen Gründen nicht in die Pfarrkirche St. Remigius kommen. So statteten der Pfarrer, Kirchenpfleger Karl-Werner Schrepfer, Pfarrgemeinderatsmitglied Roland Happach und Johann Baumer vom Mesnerverband der Diözese Augsburg der 76-Jährigen anschließend daheim einen Überraschungsbesuch ab. Sie brachten Blumen, einen Gutschein, einen Geschenkkorb und eine Anerkennungsurkunde der Diözese Augsburg mit.

Pater Jakob hatte die Tätigkeiten von Sophie Schmid humorvoll in ein Gedicht gefasst. Seit der Jahrtausendwende habe sie sich bemüht ohne Ende. „Vor, während und nach den Messen darf eine Mesnerin nichts vergessen”, schrieb er, und dass ihr Mann Hubert stets geholfen und die Arbeit erleichtert habe. „Die Kirche putzen und jahreszeitlich schmücken, die Ständer mit Teelichten bestücken, Weihwasser auffüllen, die Kerzen anzünden, Kelch herrichten, Weihrauch finden; Bücher richten, Messgewand, und sonst noch allerhand. Bei den Ministranten kontrollieren, dass alle ordentlich in die Kirche einmarschieren; die Glocken, die sind auch zum Läuten und den Ministranten zwischendurch was deuten”. Das ganze Jahr über sei Sophie Schmid dagewesen und habe das Morgenlob nie vergessen. Ob Begräbnisse, Hochzeiten oder Taufen, für die Mesnerin gab es viel zu Laufen. „Heute wollen wir dir ein herzliches Danke sagen für all deine Mühen und all deine Plagen. Es dankt dir auch am Schluss, ganz gewiss der Heilige Remigius”.

Ein paar Tage vor ihrer offiziellen Verabschiedung lud Sophie Schmid die rund dreißig Raistinger Ministranten, die ihr sehr ans Herz gewachsen sind, zum Pizza- und Eisessen ins Pfarrheim ein. Bis auf zwei Buben, die krank waren sind alle gekommen, das freute sie sehr! Oberministrant Daniel Robeller überreichte der Mesnerin im Namen aller Blumen und einen Geschenkkorb und dankte dem Ehepaar Schmid für die langjährige Unterstützung. „Sophie war schon da, als die Ministranten ins Amt eingeführt wurden”, stellte der 15-Jährige fest. Wie es ihr Wunsch war, hatte Sophie Schmid an Mariä Lichtmess ihren letzten Einsatz in der Pfarrkirche, anschließend gab sie den Schlüssel ab, der nun an Gabriele Fischer weitergereicht wurde, die das Mesneramt fortführt. „Ich hab‘s mit Leib und Seele gemacht”, blickt Sophie auf ihre Tätigkeit zurück. Besonders gerne habe sie mit den Kindern gearbeitet.