Neuer Bebauungsplan für Griesfeld Gemeinde Schondorf besteht auf Planungshoheit

Renate Greil  10. Februar 2017

Schondorf – Ein Baugesuch für ein großes Mehrfamilienhaus mit fünf Wohnungen in der Straße „Am Griesfeld“ führt nun zur Aufstellung eines neuen Bebauungsplanes. Bei der jüngsten Schondorfer Gemeinderatsitzung stand die Bauvoranfrage, die bislang abgelehnt wurde, nun zum dritten Mal auf der Tagesordnung, wie Bürgermeister Alexander Herrmann (Grüne) berichtete. Die Architektin der Bauwerberin war auch schon im Landratsamt vorstellig geworden. Angesichts der im Raum stehenden Aussicht, dass das fehlende Einvernehmen der Gemeinde vom Landratsamt ersetzt werden könnte, schlug Wolfram Häberle (CSU) vor, für das Gebiet einen Bebauungsplan aufzustellen und eine Entscheidung über das Baugesuch zurückzustellen. In dem Areal seien etliche andere Grundstücke, die nachverdichtet werden könnten, begründete er seinen Antrag. Es wird immer größer nachgebaut, befand auch Rainer Jünger (CSU). Auch ohne Bebauungsplan könnte das Bauvorhaben verhindert werden, glaubte Wolfgang Schraml (Freie Wähler), da das Mehrfamilienhaus mit fünf Wohnungen anders wäre als alles, was dort steht. Mit dreizehn zu drei Stimmen votierten die Gemeinderäte für die Aufstellung eines Bebauungsplanes. Über den Umgriff soll in der Sitzung diskutiert werden. Mehrheitlich wurde eine Entscheidung über das Baugesuch vertagt.

Um die Planungshoheit der Gemeinde durchzusetzen, wird die Gemeinde den Klageweg bei einer Bausache am Buchenweg beschreiten. Hier hatte die Gemeinde einen Anbau mit Erdgeschoss, erstem Stock und ausgebauten Dach sowie neuen Garagen zweimal abgelehnt. Der Anbau rückt dabei nah an die Straße. Nun hat das Landratsamt das Einvernehmen der Gemeinde ersetzt und den Bauantrag genehmigt.

„Ein Zeichen setzten“, wollte Schraml und pochte auf die Planungshoheit der Gemeinde. Mehrere Gemeinderäte sprachen an, dass der Bauwerber auf seiner Planung besteht. Einstimmig votierten die Gemeinderäte für den Klageweg.