„Eine anstrengende, aber sehr erfüllende Aufgabe” Neue Leiterin von SOS-Kinderdorf seit gut hundert Tagen im Amt

pm  10. Februar 2017

Seit gut 100 Tagen ist Dr. Susanne Dillitzer die neue Leiterin des SOS-Kinderdorfs Ammersee-Lech. Foto: Hollrotter

Dießen – Dr. Susanne Dillitzer ist gut angekommen in ihrem neuen Wirkungskreis. „Ich habe viel Rückhalt, Freundlichkeit und Offenheit erfahren”, sagt die promovierte Diplom-Psychologin – sowohl von den betreuten Kindern und Jugendlichen, als auch von den Kollegen. Seit etwas mehr als 100 Tagen ist die neue Einrichtungsleiterin des SOS-Kinderdorfs Ammersee-Lech im Amt. Und hat damit eine „anstrengende, aber sehr erfüllende” Aufgabe gefunden.

Insgesamt 250 Mitarbeiter in drei Bereichen führt die 45-Jährige seit Oktober vergangenen Jahres. Da ist zum einen das SOS-Kinderdorf selbst, in dem sie „sehr herzlich” aufgenommen wurde. So war sie schon in allen derzeit neun Kinderdorffamilien ein gern gesehener Gast.

Zu ihrem Aufgabengebiet gehören auch die rund 110 unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden, die SOS-Kinderdorf in acht Wohngruppen im gesamten Landkreis betreut. Dieser Bereich benötige „viel Aufmerksamkeit”, so die gebürtige Münchnerin.

Denn es gebe viele motivierte, kluge und eifrige Flüchtlinge, die mittlerweile gut deutsch sprechen, integriert sind und einen Ausbildungsplatz haben – aber langfristig keine Wohnung. Das bringe „große Probleme” mit sich, zumal einige irgendwann aus der Jugendhilfe ausscheiden und auf eigenen Füßen stehen müssen.

Den dritten ihr unterstellten Bereich kennt Dr. Susanne Dillitzer besonders gut. Denn bevor sie die Arbeitsstelle Frühförderung in München und danach die Hessing-Stiftung in Augsburg leitete, war sie fünf Jahre lang Bereichsleiterin im jetzigen SOS-Familien- und Beratungszentrum in Landsberg. Aus dieser Zeit stammen auch ihre vielen guten Kontakte im Landkreis.

Die neue Einrichtungsleiterin freut sich, dass sie „viele engagierte und tolle Mitarbeiter” vorgefunden hat. Sie will mit ihnen vertrauensvoll und „auf Augenhöhe” umgehen und für alle Bereiche möglichst gleich viel Energie aufbringen. Den nötigen Ausgleich zur Arbeit findet sie beim Spazierengehen mit ihrem Hund oder bei Abstechern in die geliebten Berge.

Derzeit ist Dr. Susanne Dillitzer noch zu sehr mit dem „hier und jetzt” beschäftigt, um schon große Pläne für die Zukunft zu schmieden. Fest steht jedoch, dass kommendes Jahr groß gefeiert wird: Dann ist es 60 Jahre her, dass die ersten Kinder auf dem Gelände Am Vogelherd eingezogen sind.