Baustelleneinrichtung an Realschule Bäume auf Gemeindegrund müssen gefällt werden – Sondersitzung zum Prixgelände geplant

Renate Greil  7. Februar 2017

Die Bäume müssen gefällt werden, denn sie stehen bei der Erweiterung der Wolfgang-Kubelka-Realschule im Weg. Fotos (2): Greil

Schondorf – Bei der Erweiterung der Wolfgang-Kubelka-Realschule in Schondorf sollen nun bald die Bagger anrollen. Problem dabei ist, dass das Schulgrundstück nicht ausreicht, um dort die Baustelle einzurichten. Wie Bürgermeister Alexander Herrmann bei der jüngsten Schondorfer Gemeinderatssitzung berichtete, müssen für die Baustelle Bäume gefällt werden, die auf Gemeindegrund stehen. Außerdem sollen Baucontainer, Kran und Aushub, verteilt auf zwei Lagerflächen, auf dem Gemeindeteil des Prix-Geländes platziert werden.

Für den Bau der Dreifachturnhalle muss außerdem der Mühlaugraben, der dort verrohrt unterirdisch läuft, verlegt werden. Mit dieser Verlegung, die im Zuge des Planverfahrens gehört wurde, hatte der Gemeinderat kein Problem. Aber klar wurde aus den vorliegenden Fachgutachten auch, dass die Gemeinde beim Mühlaugraben tätig werden muss. Wie Herrmann erläuterte, wechselt die Verrohrung des Grabens im Verlauf auf einen kleineren Rohrdurchschnitt und daher gibt es eine Engstelle. Vergeben wurde auch das Setzen von drei Grundwasserpegeln und die Begleitung durch ein Ingenieurbüro an eine Schondorfer Firma für etwa 4.100 Euro. Die Rodungsgenehmigung für die Bäume wurde mit der Auflage, dass der Landkreis als Bauherr im gleichen Umfang nachpflanzen muss, mit dreizehn zu drei Stimmen befürwortet.

Verzögert sich die Entwicklung des Prixgeländes in ein Baugebiet durch die Baustelle des Kreises? Noch keine Entscheidung fiel zur angefragten Baustellenreinrichtung des Landkreises Landsberg als Bauherr.

Voraussichtlich zwei Jahre Bauzeit

Zurückgestellt wurde hingegen die Frage nach der Baustelleneinrichtung. Wie Herrmann sagte, rechnet der Landkreis mit einer Bauzeit von 24 Monaten. Benötigt werden auch zwei große Lagerflächen für den Aushub. Weil es sich um eine Altlastenverdachtsfläche handle, müsse der Aushub beprobt werden. Bürgermeister Herrmann möchte im Zuge der Baustelleneinrichtung auch den Lkw-Verkehr zur Baustelle regeln.

Eine Variante sei, die Straße neben der Bahnlinie, die später einmal als Fahrradpromenade dienen soll, mit einer neuen Ein- und Ausfahrt zur Uttinger Straße über das Schulgelände zu versehen. Das sei deshalb nötig, weil die Bahn wegen des angrenzenden Bahnübergangs hier Flächen nicht verkauft habe, führte Herrmann weiter aus. Eine Einfahrt von der Bahnlinie kommend ist nicht gestattet. Er möchte gerne den Lkw-Verkehr aus der Schulstraße, in der Kindergartenkinder, Grundschüler und Realschüler unterwegs sind, halten.

Weil auch an der möglichen neuen Einfahrt Bäume gefällt werden müssen, sah Gemeinderätin Helga Gall den Straßenbau nur als sinnvoll, wenn diese dann auch für die weiteren Bauarbeiten auf dem Prixgelände genutzt werden kann.

Sondersitzung Prix-Gelände

Auf mehr Kritik stieß allerdings die geplante Baustelleneinrichtung des Landkreises. Zwei Jahre oder länger werde die Gemeinde ihr Gelände nicht entwickeln können, befürchtete Wolfgang Schraml. Andere Gemeinderäte plädierten im Sinne eines guten kommunalen Miteinanders dafür, dem Landkreis entgegen zu kommen. Auch sollten genauere Bauzeitpläne vorliegen, wurde gefordert.

Eine Entscheidung wurde vertagt und soll bei der Sondersitzung zum Thema Prix-Gelände behandelt werden. Der Termin war morgen geplant, musste jedoch auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Renate Greil