Kultur: Bedeutender Wirtschaftsfaktor Diskussion im Braunviehstall welchen Beitrag die Gemeinden dafür leisten können

Maren Martell-Münkel  1. September 2015

Im Gespräch v. l. Colin Martzy von der Wirtschaftsförderung Augsburg, Uwe Fischer von der Fugger Privatbank München, der frühere Puchheimer Bürgermeister Dr. Herbert Kränzlein, der Geschäftsführer der gfw Starnberg, Christoph Winkelkötter und Hartfrid Neunzert, früherer Leiter des Landsberger Stadtmuseums. In der Mitte Moderatorin Arabella Hellmann. Foto: Martell

Achselschwang – Was tragen Kunst und Kultur zur Attraktivität und dem Image der Fünfseenregion bei und welchen Beitrag sollten die Gemeinden leisten? „Die Region zwischen Starnberger See und Ammersee ist der hochwertigste Lebens- und Wirtschaftsraum in direkter Nachbarschaft einer Weltstadt” heißt es in dem neuen Landkreisfächer: 131.000 Einwohner und 14 Kommunen auf 488 Quadratkilometer.

Allein im Landkreis Landsberg gibt es 31 Gemeinden. Die Landsberger Sommermusiken von Christoph Hartmann, Oboist bei den Berliner Philharmonikern gehören zu den herausragenden Veranstaltungen im kulturellen Leben der Lechstadt, wie auch der Landsberger Orgelsommer von Johannes Skudlik.

Zu einem Kulturdialog hatte die Ammerseerenade am Freitag Vertreter von Politik, Kultur und Wirtschaft in den Braunviehstall eingeladen. In der Metropolregion München seien derzeit mehr als 117.000 Menschen in der Kultur- und Kreativwirtschaft beschäftigt. Sie erwirtschafteten einen Umsatz von gut 20 Milliarden Euro und steuern damit gut 3,9 Prozent zur Wirtschaftsleistung der Region bei.

Darauf verwies Colin Martzy von der Wirtschaftsförderung Augsburg. Der frühere Landsberger Museumsleiter Hartfrid Neunzert hielt dem entgegen, dass gerade einmal vier Prozent der bildenden Künstler von ihrer Arbeit leben könnten. Die Künstler in der Region vermissten vor allem die Unterstützung durch die Gemeinden.

Da könnte sicherlich mehr passieren, war die einhellige Meinung. So bedauerten auch viele die Abwesenheit der Gemeindebürgermeister, die alle zu der Veranstaltung eingeladen waren, aber doch nicht kamen.