Das „Hanfstaengl-Kreuz“ geborgen – Das Gedächtniskreuz am Hochschloss Pähl ist in einem schlechten Zustand

Administrator  21. November 2014

Bergung des Hanfstaengl-Gedächtniskreuzes durch die Mitglieder des Freundeskreis Ortsgeschichte Pähl-Fischen mit Unterstützung durch die Zimmerei Thomas Kergl aus Pähl. Foto: Bartl

Pähl – Am vergangenem Freitagnachmittag haben Mitglieder des Freundeskreies Ortsgeschichte Pähl-Fischen das Hanfstaengl-Gedächtniskreuz umgelegt, geborgen und in einem Stadel in Pähl eingelagert.
Dabei hat der Zimmermeister Thomas Kergl mit einem Kranwagen unterstützt. Das neugotische Gedächtniskreuz wurde 1851 errichtet und steht südwestlich unterhalb eines großen Stadels vom Gut Hochschloss Pähl. Es steht unter Denkmalschutz.

Von Familie Hanstaengl gestiftet

Das Kreuz wurde 1851 von der Familie Hanfstaengl gestiftet, deren einzelne Mitglieder auf den seitlichen Gemälden an der Rückwand des aufwändig geschnitzten Gehäuses festgehalten sind. Ein Hofrat Franz Hanfstaengl kaufte das Hochschloßgut am 5. März 1844. Hanfstaengl wurde berühmt als Wegbereiter der Photographie und hatte ein lithographisches Atelier in München.

Gedächtniskreuz liegt nun in einem Stadel

Das Gedächtniskreuz ist in einem schlechten Zustand und soll nun Restauriert werden. Dies will nun der neu gegründete Verein „Freundeskreis Ortsgeschichte Pähl-Fischen” in die Hand nehmen. Es wurde hierfür extra ein Arbeitskreis gegründet in dem der Galerist Karl Hammer aus Aidenried aktiv ist. Auf seine Initiative wurde nun das Kreuz umgelegt und in einem Stadel in Pähl eingelagert.

Dort muss nun festgestellt werden, was alles zu machen ist, und es ist ein Kostenplan zu erstellen. Als weiteres müssen dann die Zuschüsse für die Restaurierung beantragt werden. Außerdem ist der jetzige Standort des Kreuzes durch eine sehr alte und morsche Linde gefährdet. Beim letzten Unwetter hat der Sturm einen Nachbarbaum umgeworfen, der ist in die Linde gestürzt und hat einen riesigen Ast mit heruntergerissen. Im Stamm der Linde klafft nun ein riesiges Loch.
Überlegungen, was mit der Linde gemacht werden soll
Dadurch ist die Linde noch instabiler geworden. Wie durch ein Wunder blieb das Kreuz aber unversehrt. Es muss deshalb auch überlegt werden, was mit diesen Baum geschehen soll, der das Kreuz an diesem Standort gefährdet.

Leonhard Bartl

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